Angelina Seiler, eine 21-jährige Studentin aus Stammheim in der Gemeinde Kolitzheim, bewirbt sich um das Amt der 68. Fränkischen Weinkönigin. Diese Wahl wird am 13. März 2026 in Bad Kissingen stattfinden, nachdem die Kandidaturen am 26. Januar 2026 vom Fränkischen Weinbauverband offiziell bekannt gegeben wurden. Seiler wird von ihrer Familie, Freunden sowie von Landrat Florian Töpper und Bürgermeister Horst Herbert unterstützt. Landrat Töpper betont, dass die Bewerbung von Seiler eine Bereicherung für den Landkreis Schweinfurt darstellt und sie gute Chancen auf den Titel hat.

Seiler ist aktuell Studentin im Fach „Digitale Gesellschaft“ an der TH Würzburg-Schweinfurt und plant, die Zeit bis zur Wahl zu nutzen, um ihr Wissen über Wein zu vertiefen. Ihre Heimatgemeinde, Stammheim, ist die größte Weinbaugemeinde im Landkreis Schweinfurt mit einer Rebfläche von rund 113 Hektar. In der Vergangenheit hat Kolitzheim bereits drei Weinköniginnen hervorgebracht: Irene Säger (1984/1985), Jennifer Herbert (2006/2007) und Silena Werner (2017/2018) mainfranken.news berichtet.

Die Bedeutung der Fränkischen Weinkönigin

Die Fränkische Weinkönigin repräsentiert das deutsche Weinbaugebiet Franken und wird einmal jährlich gewählt. Bewerberinnen müssen mindestens 18 Jahre alt und aus einer Winzerfamilie stammen oder eine entsprechende Ausbildung nachweisen. Eine vorangegangene Amtszeit als örtliche Weinprinzessin wird dabei akzeptiert. Nach dem Wahlzeitraum im März folgt die Teilnahme der Fränkischen Weinkönigin an der Wahl zur Deutschen Weinkönigin wikipedia.org und hat in der Vergangenheit auch dazu geführt, dass einige Weinköniginnen an internationalem Renommee gewonnen haben. Eva Brockmann, eine frühere Fränkische Weinkönigin, reiste während ihrer Amtszeit sogar bis nach Tokio.

Der Wandel des Amtes zeigt sich auch in den Herausforderungen, denen sich die neuen Bewerberinnen gegenübersehen. Antonia Kraiß und Vanessa Nüßlein sind weitere Bewerberinnen, die ebenfalls als Weinprinzessinnen Erfahrungen gesammelt haben br.de. Ihre Ziele sind es, die Branche angemessen zu vertreten und zukunftsfähig zu gestalten. Die Vorurteile, dass das Amt hauptsächlich auf Aussehen und traditionelle Werte fokussiert sei, haben in den letzten Jahren an Bedeutung verloren. Eva Brockmann hebt hervor, dass das Amt im Wandel ist und sich an moderne Zeiten anpasst.

Angelina Seiler hat die Chance, in diese dynamische Rolle zu schlüpfen und die Tradition des fränkischen Weinbaus angemessen fortzuführen. Die bevorstehende Wahl und die Unterstützung aus ihrer Gemeinde machen sie zu einer vielversprechenden Kandidatin. Die Bewerbungen und die Wahl am 13. März werden mit Spannung verfolgt.