In der Gemeinde Stammheim wird mit Hochdruck an der Generalsanierung der Gemeindehalle gearbeitet. Nach über 50 Jahren war eine umfassende Renovierung unumgänglich, und nun steht die Wiederinbetriebnahme im September 2026 bevor. Die anfängliche Unsicherheit über die Finanzierung ist überwunden. Der Gemeinderat hatte bereits im September 2022 beschlossen, eine Projektskizze für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“ einzureichen. Dieses Programm, das seit 2016 besteht, fördert Städte, Gemeinden und Landkreise, um den Sanierungsstau in sozialen Infrastrukturen abzubauen, insbesondere in Bereichen wie Sport, Jugend und Kultur.
Mit einer genehmigten Zuwendung von 3.555.000 Euro kann die Sanierung vorangetrieben werden, obwohl die geschätzten Gesamtkosten zunächst bei rund 11,5 Millionen Euro lagen. Durch gezielte Einsparmaßnahmen konnten diese auf 9 Millionen Euro gedeckelt werden. Um Kostenrisiken zu minimieren, beauftragte der Gemeinderat die Firma Goldbeck Süd GmbH Ende Januar 2025 zu einem Pauschalpreis von 8,33 Millionen Euro. Dabei müssen die Förderrichtlinien, die unter anderem Barrierefreiheit und nachhaltiges Bauen betreffen, eingehalten werden.
Fortschritt und Baumaßnahmen
Der Baustart fand im Juli 2025 statt, und die Arbeiten laufen bisher ohne größere Verzögerungen. Aktuell sind bereits zahlreiche Fortschritte zu verzeichnen. So wurde eine Fensterreihe in der Bestandshalle installiert, der Anbau auf zwei Stockwerke erhöht und die Holzverkleidung sowie Dacharbeiten sind im Gange. Die geplante Übergabe der Halle im September 2026 wird von einem Probebetrieb begleitet, der von September bis Anfang Dezember dauern soll. In diesem Zeitraum wird die neue Lüftungsanlage sowie die haustechnischen Anlagen getestet.
Die aktuellen Kostenschätzungen belaufen sich auf 8,85 Millionen Euro, was einen Puffer von 150.000 Euro gegenüber den angesetzten 9 Millionen Euro zulässt. Oberbürgermeister Florian Kling hat bereits vorgeschlagen, diesen Puffer in neue Möblierungen zu investieren, da die alten Möbel entsorgt wurden.
Bundesförderungen für Sanierungsprojekte
Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“ hat seit 2022 einen klaren Fokus auf die energetische Sanierung zur Erreichung der Klimaziele. Für 2022 und 2023 wurden 645 Millionen Euro bereitgestellt, um Projekte zu unterstützen. Bis 2021 wurden bereits 904 Projekte ausgewählt, mit einem Gesamtvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro. Diese Fördermittel sind entscheidend für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Integration in den Kommunen.
Am 16. Oktober 2023 wurde zudem das neue Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ veröffentlicht, welches 333 Millionen Euro für umfassende bauliche Sanierungen bereitstellt. Dieses Programm ist speziell auf Sportstätten ausgerichtet und bietet Förderungen von 250.000 Euro bis zu 8 Millionen Euro an. Auch hier können die Mittel mit Ländermitteln kombiniert werden, was den Kommunen zusätzliche Spielräume eröffnet.
Die Sanierung der Gemeindehalle in Stammheim stellt somit nicht nur einen wichtigen Schritt für die lokale Infrastruktur dar, sondern ist auch ein Teil eines größeren, bundesweiten Ansatzes zur Verbesserung der Lebensqualität in den Gemeinden. Für weitere Informationen zu den Förderprogrammen kann auf die entsprechenden Seiten verwiesen werden, wie beispielsweise das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen oder die offizielle Pressemitteilung des Bundestags.