Am 5. November 2025, gegen 5:25 Uhr, ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall in Möglingen auf der Landesstraße 1110, an der Einmündung zur Stammheimer Straße. Ein 57-jähriger Motorradfahrer und ein 57-jähriger Autofahrer, der einen Mazda fuhr, waren in den Vorfall verwickelt. Der Autofahrer übersah, als er links abbog, den bevorrechtigten Motorradfahrer, was zu einer Kollision führte und den Motorradfahrer auf die Fahrbahn stürzen ließ. Der Motorradfahrer zog sich dabei schwere Verletzungen zu und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Sein Motorrad musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auf etwa 6.000 Euro geschätzt. Während der Unfallaufnahme war die Landesstraße 1110 vorübergehend gesperrt. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.
Verkehrsunfälle in Deutschland
Die aktuelle Statistik zur Verkehrssicherheit in Deutschland verdeutlicht die Dramatik solcher Vorfälle. Laut Destatis dienen die Zahlen als Grundlage für Maßnahmen in den Bereichen Gesetzgebung, Verkehrserziehung, Straßenbau und Fahrzeugtechnologie. Die umfassenden Daten zur Verkehrsunfallstatistik ermöglichen es, Strukturen und Abhängigkeiten des Unfallgeschehens zu analysieren.
In Deutschland wurden im Jahr 2024 etwa 2,5 Millionen Straßenverkehrsunfälle registriert, was einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Dennoch gibt es einen Anstieg bei den Unfällen mit Sachschäden. Die Zahl der Unfälle mit Personenschäden blieb auf einem Niveau ähnlich dem von 1955. Die Verkehrsminister der EU streben mit der „Vision Zero“ ein Ziel an: Keine Verkehrstoten bis 2050.
Unfallursachen und Sicherheitsmaßnahmen
Die Statista Daten zeigen, dass der Rückgang der Verkehrstoten in Deutschland von 19.193 im Jahr 1970 auf 2.770 im Jahr 2024 beachtlich ist, jedoch hat sich der Abwärtstrend seit den frühen 2010er Jahren verlangsamt. Während 44 Verkehrstote pro Million Einwohner in der gesamten EU verzeichnet wurden, lag Deutschland mit 33 unter dem EU-Schnitt.
Häufigste Ursachen für Verkehrsunfälle mit Personenschäden sind ungenügender Abstand, nicht angepasste Geschwindigkeit und Fahren unter Alkoholeinfluss. Im Jahr 2024 führten 40 % der alkoholbedingten Unfälle zu Personenschäden, wobei dabei 198 Menschen starben und 17.776 verletzt wurden.
Die Problematik wird zusätzlich durch die wachsende Zahl an Unfällen mit E-Bikes und E-Scootern verschärft. Von 26.057 verletzten oder getöteten E-Bike-Fahrern im Jahr 2024 sind viele in Unfälle mit Personenschäden verwickelt. Radfahrer bleiben nach Autofahrern die zweithäufigsten Hauptverursacher von Straßenverkehrsunfällen. Obwohl die Sicherheit im Straßenverkehr durch bessere Infrastruktur und erhöhtes Bewusstsein gefördert werden soll, bleiben menschliche Faktoren wie Unaufmerksamkeit und Rücksichtslosigkeit bedeutende Unfallursachen.