Das Technische Gymnasium der Gottlieb-Daimler-Schule (GDS1) in Sindelfingen beteiligt sich derzeit an einem spannenden ERASMUS-Projekt, das am 10. Februar 2026 zahlreiche Schülerinnen und Schüler nach Nordschweden führt. Insgesamt reisen 15 Schülerinnen und Schüler mit zwei Lehrern nach Pitea, um dort das eindrucksvolle Polarlicht zu beobachten und an Workshops zu Künstlicher Intelligenz (KI) teilzunehmen. Diese Workshops legen den Fokus auf die Auswirkungen von KI auf unser Konsumverhalten und diskutieren die Risiken einer intensiven Nutzung der Technologie.
Die GDS1 arbeitet eng mit Teilnehmern aus Pitea und Evora, Portugal, zusammen. Ein Professor der Universität Lulea wird Einblicke in die aktuelle Forschung zu KI geben, was nicht nur das technische Wissen der Schülerinnen und Schüler erweitern soll, sondern auch den kulturellen Austausch fördert, der ein zentraler Aspekt des ERASMUS-Programms ist. In den Workshops sollen verschiedene Perspektiven auf die Herausforderungen und Chancen von KI im internationalen Kontext beleuchtet werden.
Kulturelle Dynamiken und klimatische Herausforderungen
Die extreme Wetterlage in Schweden stellt eine besondere Herausforderung dar, mit Temperaturen, die bis zu -28 Grad Celsius erreichen können. Dennoch berichten die Schülerinnen und Schüler von aufregenden Aktivitäten, wie Schneemobilfahren und Ausflügen zu gefrorenen Wasserfällen. Laut den Teilnehmenden ermöglichen diese Erlebnisse nicht nur neue Freundschaften, sondern auch tiefere Einblicke in die schwedische Kultur und Natur.
Diese Reise fällt in einen weitreichenden Diskurs über die unterschiedlichen kulturellen Ansätze. Eine bedeutende Theorie besagt, dass es kalte und heiße Kulturen gibt, die sich in ihrer Weltanschauung und der Bereitschaft zum Wandel unterscheiden. Kalte Kulturen bewahren traditionelle Merkmale und streben nach Stabilität, während heiße Kulturen durch rasche Modernisierungen geprägt sind. Diese Konzepte sind wesentliche Elemente, die nicht nur im ethnologischen, sondern auch im Kontext von Künstlicher Intelligenz von Bedeutung sind.
Künstliche Intelligenz und Kultur
Künstliche Intelligenz verändert die internationalen Kulturbeziehungen erheblich. Die Integration dieser Technologie in kulturelle Praktiken muss sowohl die Wahrung demokratischer Werte als auch die Menschenrechte im Auge behalten. Ein zentraler Gedanke dabei ist, dass KI ein Gleichgewicht schaffen kann, das für alle Gesellschaften von Nutzen ist. Experten betonen die Notwendigkeit einer Strategie für internationale Kulturbeziehungen im KI-Zeitalter, um sicherzustellen, dass KI die kulturelle Diversität unterstützt und die Ungleichgewichte, die durch KI-Systeme entstehen können, abgebaut werden.
Das ERASMUS-Projekt der GDS1 stellt somit nicht nur eine Bildungsreise dar, sondern auch einen Beitrag zu einem größeren Dialog über Künstliche Intelligenz und kulturellen Austausch. Der nächste Workshop findet im Mai in Evora, Portugal, statt und wird gewiss weitere wertvolle Einblicke und Erfahrungen für die Schülerinnen und Schüler bieten.
Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie in den Berichten von den Stuttgarter Nachrichten, der Wikipedia und Culture Action Europe.