In Stuttgart steht ein freistehendes 1-3 Familienhaus zum Verkauf, das 1939 von dem Architekten Eduard Steinle erbaut wurde. Über drei Etagen bietet die Immobilie vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, besonders als Mehrgenerationen-Haus. Dieses attraktive Objekt hat bemerkenswerte Merkmale, wie helle, hohe Räume und schöne Ausblicke, ideal für Familien mit Kindern und Arbeitsraumbedarf. Der umlaufende Garten ist von Baumbestand umgeben und genießte eine Südwest-Orientierung, was sowohl viel Sonnenlicht als auch eine angenehme Atmosphäre verspricht. Die Vollholz-Parkettböden auf allen Etagen belegen den gepflegten Zustand des Hauses

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Das Untergeschoss bietet eine helle Waschküche mit Zugang zum Garten sowie weitere funktionale Räume wie Heizungsraum, Gewölbekeller, eine Garage und eine Werkstatt auf ca. 70 qm. Das Erdgeschoss verfügt über ein Hochparterre mit großem Südbalkon, drei Zimmern, einer Küche, einem Bad und einer separaten Toilette, insgesamt macht dies ca. 80,3 qm aus. Im Obergeschoss sind ähnliche Verhältnisse zu finden, während das Dachgeschoss mit seinen drei Zimmern, zwei zusätzlichen Kammern, einer Küche, einem Bad und einem WC auf ca. 61,3 qm ausgestattet ist. Der Speicher ist zudem ausbaufähig und hat eine Nutzfläche von rund 46 qm

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Architektonische Herausforderungen

Immobilien, die in den Jahren zwischen 1939 und 1945 gebaut wurden, sind oft mit Herausforderungen verbunden. Ein starker Mangel an Baumaterial aufgrund des Zweiten Weltkriegs führte häufig zur Verwendung von minderwertigen Materialien, was die langfristige Stabilität dieser Gebäude beeinträchtigen kann. Typische Mängel beinhalten statische Probleme, Risse im Putz und undichte Gasleitungen. Solche Probleme sind zwar nicht bei jedem Haus anzutreffen, doch potenzielle Käufer sollten sich dessen bewusst sein. Immobilien aus dieser Bauzeit können sowohl Vorteile in Form eines günstigeren Kaufpreises als auch Nachteile in Bezug auf höhere Instandhaltungskosten mit sich bringen. Bis 1949 wurden in Deutschland mehr als 5,02 Millionen Immobilien gebaut, wobei über 2,6 Millionen vor 1919 errichtet wurden, was die historische Relevanz dieser Bauten hervorhebt immobilien-erfahrung.de

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Die Infrastruktur in Deutschland war nach dem Krieg stark betroffen. Der Bombenkrieg hatte über die Hälfte des Wohnraums zerstört, und viele Städte litten unter gravierenden Zerstörungen. Essenzielle Dienstleistungen wie Strom, Wasser und Gas waren häufig nicht verfügbar. Dies führte zu einer prekären Lebenssituation, insbesondere in Großstädten wie Köln und München. Der Wiederaufbau der Infrastruktur stellte eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar, die auch die Integration der vielen Heimatvertriebenen und Flüchtlinge betraf. Über 9,6 Millionen Menschen lebten Ende Oktober 1946 in den vier Besatzungszonen, was zusätzlichen Druck auf die bereits geschwächten sozialen Strukturen ausübte bpb.de.

In Anbetracht dieser Herausforderungen ist das angebotene Haus in Stuttgart nicht nur ein Ort zum Wohnen, sondern auch ein Stück Geschichte, das sowohl die architektonischen Ambitionen der damaligen Zeit als auch die Schwierigkeiten und Gegebenheiten, die diese Zeit prägten, verkörpert. Mit der richtigen Pflege und Instandhaltung bietet diese Immobilie die Möglichkeit, ein behagliches Zuhause für kommenende Generationen zu schaffen.