Am Sonntag, dem 08. Februar 2026, findet in Stuttgart der mit Spannung erwartete Faschingsumzug statt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, denn die Karnevalsgesellschaften sind damit beschäftigt, Kostüme zu besorgen und bunte Festwägen zu bauen. In diesem Jahr wird es jedoch durch eine Straßenvollsperrung zu einer geänderten Ausweichstrecke für die Aufstellung der Festwägen kommen.

Betroffen von den Änderungen sind die Schmale Straße und die Karlstraße. Die Ausweichroute wurde so geplant, dass die Anwohner und die Öffentlichkeit bestmöglich informiert sind. Es ist mit Verkehrsbehinderungen sowie eingeschränkter Zufahrt zu rechnen, weshalb temporäre Halteverbote eingerichtet werden. Halteverbotsschilder werden im Vorfeld aufgestellt, um schlechte Sichtverhältnisse zu verhindern und ein reibungsloses Ablaufen des Umzugs zu gewährleisten. Der gesamte Umzug, inklusive der Aufstellung und Durchfahrt der Wagen, wird etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen. Fragen können direkt an die Gemeindeverwaltung gerichtet werden. Nussbaum berichtet über die anstehenden Veränderungen.

Sicherheitsmaßnahmen im Fokus

Angesichts der jüngsten Ereignisse und der damit verbundenen Sorgen um die öffentliche Sicherheit werden auch in diesem Jahr umfassende Sicherheitskonzepte für die Faschingsumzüge entwickelt. Veranstalter arbeiten eng mit den Kommunen zusammen, um ein hohes Sicherheitsniveau zu gewährleisten. Zu den Maßnahmen zählen die Absicherung von Zufahrtsstraßen durch Poller und Fahrzeuge sowie die Einbindung von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) in die Sicherheitsstrategien. BR24 hebt hervor, dass die Sicherheitsmaßnahmen in den letzten Jahren aufgrund von Amokfahrten verschärft wurden und die hohen Kosten für Stadt und Vereine durch notwendige Sicherheitsvorkehrungen ein wesentliches Thema sind.

Innensenator Joachim Herrmann (CSU) äußerte sich kürzlich zu den potenziellen Risiken und betonte, dass gut abgesicherte Umzüge keine Angst hervorrufen sollten. Ein Beispiel aus Schweinfurt zeigt, dass in der letzten Faschingssaison Sicherheitsvorkehrungen verstärkt wurden, und erwartet wird, dass bis zu 25.000 Besucher an den Umzügen teilnehmen werden. Das Sicherheitskonzept fordert von den Veranstaltern zusätzliche Investitionen, was in einigen Fällen auch bedeutet, dass neue Finanzierungskonzepte, wie beispielsweise Eintrittsgelder, nötig werden könnten.

Die erste Schweinfurter Karnevalsgesellschaft ESKAGE muss beispielsweise aufgrund fehlender Zuschüsse von rund 5.000 Euro jährlich zwischen 7.000 und 10.000 Euro zur Finanzierung ihrer Aktivitäten aufbringen. Solche Herausforderungen dürften auch in Stuttgart diskutiert werden, um die Tradition der Faschingsumzüge weiterhin zu sichern und gleichzeitig ein sicheres Umfeld für alle Beteiligten zu schaffen.