In Ludwigsburg und dem umliegenden Kreis gab es in jüngster Zeit vermehrt dramatische Vorfälle im Zusammenhang mit einer Security-Firma. Diese Vorfälle beinhalten nicht nur einen Brandanschlag, sondern auch mehrere Schüsse, die auf das Unternehmensgebäude abgegeben wurden. Laut SWR kam es zuletzt Mitte Januar zu einem Angriff, gefolgt von weiteren Vorfällen in der Ludwigsburger Oststadt in der vergangenen Woche. Die Polizei hat die Vorfälle zwar bestätigt, Details dazu bleiben aber weitgehend unklar.
Am Donnerstagmorgen wurden in der Nähe der Security-Firma wieder Schüsse gehört, und trotzdem konnten die Beamten keine Einschusslöcher oder Projektile am Tatort finden. Zu einem anderen besorgniserregenden Vorfall kam es in Tamm, wo die Polizei erneut gerufen wurde, nachdem die Familie eines Security-Mitarbeiters, der im Mai 2025 schwer verletzt worden war, sich verfolgt fühlte. Ein Mann war damals auf offener Straße angeschossen worden und hatte ein Bein verloren. Die Ermittler nahmen zwei Tatverdächtige fest, die sich vor dem Haus der Familie aufgehalten haben sollen.
Ermittlungen und Fahndung
Die Polizei reagierte auf einen Schussvorfall, der in der Nacht auf Dienstag stattfand, indem sie umfangreiche Ermittlungen einleitete. Anwohner hörten gegen 1:30 Uhr Schüsse und alarmierten die Ordnungshüter. Am Firmensitz der Security-Firma wurden mehrere Einschüsse festgestellt, jedoch befand sich zu diesem Zeitpunkt niemand im Gebäude. Der genaue Sachschaden ist derzeit noch unklar. Die Täter flohen mutmaßlich in einem weißen VW-Pkw, was eine großangelegte Fahndung zur Folge hatte, die jedoch ohne Ergebnis blieb, wie Ludwigsburg24 berichtet.
Zusätzlich wird ein möglicher Zusammenhang zwischen diesem Vorfall und einer Brandstiftung an demselben Gebäude am Montag untersucht. Die Polizei prüft auch Verbindungen zu weiteren Vorfällen, wie einer Schussabgabe in der Ludwigsburger Oststadt im April 2025 und einem Fahrzeugbrand in Bietigheim-Bissingen im Mai 2025.
Sicherheitsbranche unter Druck
Die jüngsten Vorfälle stehen im Licht der aktuellen Herausforderungen in der Sicherheitsbranche, die sich in Deutschland mit über 5.800 Wach- und Sicherheitsunternehmen erstreckt, wie aus Statista hervorgeht. Im Jahr 2024 erzielte diese Branche einen Umsatz von etwa 14,13 Milliarden Euro, wobei der Großteil dieser Einnahmen aus Sicherheitsdienstleistungen und der Installation elektronischer Gefahrenmeldeanlagen stammt.
Die Herausforderungen in der Sicherheit verweilen nicht nur in den Geschichten einzelner Firmen, sondern sind Teil eines größeren gesellschaftlichen Problems. Im Durchschnitt beenden etwa 750 Auszubildende jährlich ihre Ausbildung in der Sicherheitswirtschaft, während der Bedarf an qualifiziertem Personal in dieser Branche kontinuierlich ansteigt. Der durchschnittliche Jahresverdienst von Vollzeit-Arbeitnehmer:innen in der Branche beträgt rund 34.560 Euro, was jedoch nicht die Gefahren widerspiegelt, denen diese Mitarbeiter täglich ausgesetzt sind.
Die aktuelle Situation zeigt, wie gefährlich der Arbeitsplatz für Sicherheitsmitarbeiter geworden ist und lässt die Frage offen, wie Unternehmen und die Behörden auf diese Bedrohungen reagieren werden.