Heute ist der 15.02.2026 und die Gottlieb-Daimler-Schule in Sindelfingen hat sich auf ein spannendes Abenteuer eingelassen. Im Rahmen des „Erasmus“-Seminarkurses reisten 15 Schüler und zwei Begleitlehrer nach Pitea, Nordschweden, um das faszinierende Polarlicht zu beobachten. Diese Reise war nicht nur eine Gelegenheit, ein außergewöhnliches Naturphänomen zu erleben, sondern auch Teil eines umfangreichen Bildungsprogramms, das sich mit der Künstlichen Intelligenz (KI) befasst.

Vor der Abreise arbeiteten die Schüler an Seminararbeiten, in denen sie die Auswirkungen und Risiken von KI im Alltag beleuchteten. In Pitea nahmen sie an Workshops teil, die sich mit den Herausforderungen und Chancen dieser Technologie auseinandersetzten. Unterstützt wurden sie dabei von einem Professor der Universität Lulea, der wertvolle Einblicke in die aktuelle KI-Forschung gab. Die Diskussionen umfassten Themen wie Konsumgewohnheiten und die Risiken der KI-Nutzung und förderten den Austausch mit Teilnehmern aus Pitea sowie mit Partnern aus Evora, Portugal.

Extreme Bedingungen und aufregende Aktivitäten

Die Reise war nicht ohne Herausforderungen. Die Schüler erlebten extreme Winterbedingungen mit Temperaturen von bis zu minus 28 Grad Celsius. Doch das hielt sie nicht davon ab, spannende Aktivitäten wie Schneemobilfahren und Ausflüge zu gefrorenen Wasserfällen zu genießen. Diese Erlebnisse förderten nicht nur den Teamgeist, sondern auch neue Freundschaften und gaben den Schülern Einblicke in die schwedische Kultur und Natur.

Das „Erasmus“-Programm, welches den kulturellen Austausch und das Lernen unter Jugendlichen fördert, ermöglicht es den Teilnehmern, ihre Horizonte zu erweitern und die internationale Zusammenarbeit zu stärken. In Deutschland setzen vier Nationale Agenturen das EU-Programm Erasmus+ um, um Chancen und Möglichkeiten des Programms verständlich und serviceorientiert nutzbar zu machen. Diese Agenturen bieten Unterstützung bei der Projektberatung, Antragstellung und Förderung europäischer Projekte (Erasmus+ Webseite).

Der Weg geht weiter

Die Schüler kehrten beeindruckt nach Sindelfingen zurück und setzen ihre Seminararbeiten fort. Der letzte Workshop im Rahmen dieses Programms wird im Mai in Evora, Portugal, stattfinden, wo die Schüler ihre Mitschüler wiedersehen. Diese internationale Zusammenarbeit ist besonders wertvoll, da sie nicht nur technisches Wissen vermittelt, sondern auch kulturellen Austausch fördert und die Schüler auf die Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten Welt vorbereitet.

Das Projekt hat das Potenzial, das technische Wissen der Schülerinnen und Schüler zu erweitern und ihnen zu helfen, die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz in einem internationalen Kontext zu verstehen. Zudem beleuchtet es die Notwendigkeit, dass die Integration von KI in kulturelle Praktiken auch demokratische Werte und Menschenrechte wahren muss. In diesem Sinne wird ein strategischer Ansatz für internationale Kulturbeziehungen im KI-Zeitalter immer wichtiger (Mein Stuttgart).