Am Freitag, dem 13. Februar 2026, wurden zwei ältere Damen in Stuttgart Opfer von perfiden Schockanrufen. Diese Form des Betrugs hat in letzter Zeit zugenommen und richtet sich zunehmend gegen Seniorinnen und Senioren. Die Täter gaben sich in russischer Sprache als Arzt und Polizeibeamter aus und setzten die Frauen unter Druck, hohe Geldsummen als Kaution zu zahlen. Die 86-jährige Frau übergab in der Fiechtnerstraße mehrere tausend Euro an einen unbekannten Abholer gegen 13 Uhr, während die 87-Jährige in der Paul-Lincke-Straße zur Mittagszeit eine unbekannte Summe Bargeld an einen Abholer überreichte. Der Abholer in Untertürkheim wird als etwa 30 Jahre alt, 1,80 Meter groß mit dunkler Hautfarbe und einer blauen oder grauen Schildmütze beschrieben. Der Abholer in Botnang konnte hingegen nicht näher beschrieben werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0711/89905778 (Stuttgarter Nachrichten, Inside BW).

Die Vorgehensweise der Betrüger ist alarmierend und zeigt, dass sie neue Zielgruppen ausfindig machen. In diesem Fall waren die Täter besonders skrupellos, indem sie vorgaben, ein naher Angehöriger der Frauen habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und müsse eine hohe Geldsumme zahlen. Diese emotionalen Manipulationsstrategien sind typisch für Schockanrufe und zielen darauf ab, das Opfer in einen Zustand der Panik zu versetzen, um schnell an Geld zu gelangen.

Die Rolle der Aufklärung

Die jüngsten Vorfälle werfen ein Licht auf die Bedeutung der Aufklärung über solche Betrugsmaschen. Laut der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sind Senioren vermehrt Ziel von Betrügern. Es ist wichtig, dass Angehörige und Freunde von älteren Menschen sie über diese Gefahren informieren und sie dazu ermutigen, bei verdächtigen Anrufen immer zuerst Rücksprache zu halten. Besonders in Zeiten, in denen viele Menschen isoliert leben, können solche Anrufe verheerende Folgen haben. Verbraucher sollten immer kritisch prüfen, bevor sie Zahlungen leisten oder persönliche Informationen preisgeben, um sich vor unberechtigten Forderungen zu schützen (Bundesverbraucherhilfe).

Die BaFin hat in der Vergangenheit bereits Maßnahmen ergriffen, um gegen unseriöse Geschäftspraktiken vorzugehen, was die Bedeutung einer regulatorischen Aufsicht unterstreicht. Verbraucher wird geraten, Zahlungsaufforderungen zu hinterfragen und im Zweifelsfall fachkundigen Rat einzuholen. In Anbetracht der aktuellen Situation in Stuttgart ist es entscheidend, dass die Gemeinschaft zusammenarbeitet, um solche Betrugsversuche zu verhindern und die Sicherheit für unsere älteren Mitbürger zu gewährleisten.