Am 1. Februar 2026 wird in Leonberg ein informativer Vortrag über die beeindruckenden Schlösser in Stuttgart stattfinden. Der Fokus liegt auf dem Alten und dem Neuen Schloss, die sich nur einen Steinwurf voneinander entfernt befinden. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Konferenzraum, Eingang B, Neuköllner Straße 3–5, und der Eintrittspreis beträgt 5,00 Euro. Eine Anmeldung ist erwünscht, jedoch werden auch Restkarten an der Abendkasse verfügbar sein, wie Leonberg.de berichtet.
Die Schlösser haben eine reiche Geschichte als Regierungssitze für die Grafen, Herzöge und Könige von Württemberg, die bis zur Ende der Monarchie im späten 19. Jahrhundert zurückreicht. Ebenso sind sie umgeben von malerischen Gartenanlagen und Plätzen, darunter der Schlossplatz, Schillerplatz und Karlsplatz. Diese Orte gelten als die Wurzeln Stuttgarts und verleihen der Stadt ein historisches Flair.
Das Alte Schloss – Eine jahrhundertealte Geschichte
Das Alte Schloss in Stuttgart gilt als eines der ältesten Bauwerke der Stadt. Es wurde um 950 von Herzog Liudolf von Schwaben errichtet und ursprünglich als Wasserburg konzipiert, um ein wichtiges Gestüt, den „Stutengarten“, zu schützen, was auch zur Namensgebung der Stadt Stuttgart beitrug. Ausgrabungen haben bis zu 1.000 Jahre alte Siedlungsreste und die Überreste einer Vorgängerburg aus der Stauferzeit zutage gefördert, wie Landesmuseum Stuttgart berichtet.
Im 13. Jahrhundert gelangte das Schloss durch Heiratsallianzen in die Hände der Grafen von Württemberg. Graf Eberhard I. verlegte 1311 die Residenz nach Stuttgart. Über 400 Jahre diente das Alte Schloss als Hauptresidenz der württembergischen Herrscher, wobei es mehrere Umbauten erfuhr, um den Anforderungen seiner neuen Funktion gerecht zu werden. Gleichzeitig wurde die Schlosskirche zur Grablege des Hauses Württemberg, die 1562 als erster evangelischer Kirchenraum in der Region eingeweiht wurde.
Umgestaltungen und Musealisierung
Im 18. Jahrhundert verlagerte sich die Residenz der Herzöge ins Barockschloss Ludwigsburg, wodurch das Alte Schloss an Bedeutung verlor und zum Nebengebäude der Hofhaltung wurde. Glücklicherweise entging es dem Abbruch und im 19. Jahrhundert erlebte es eine Wiederbelebung des Interesses. Restaurierungsarbeiten wurden unternommen und ab 1899 diente das Schloss musealen Zwecken, unter anderem für das Württembergische Armeemuseum.
Das Alte Schloss wurde jedoch auch von Zerstörungen nicht verschont. Zwei große Brände im Jahr 1931 und 1944 verursachten erhebliche Schäden. Der Wiederaufbau, der von 1947 bis 1971 stattfand, orientierte sich an der ursprünglichen Architektur, wenngleich die Wiederherstellung nicht historisch getreu ausfiel. Heute beherbergt das Alte Schloss das größte kulturgeschichtliche Museum in Baden-Württemberg, das Sammlungen von der Steinzeit bis zur Gegenwart präsentiert, wie Wikipedia zusammenfasst.
Im Innenhof des Alten Schlosses steht das Reiterdenkmal von Ludwig von Hofer zu Ehren von Eberhard im Bart, dem ersten Herzog von Württemberg, das die lange Geschichte und den kulturellen Reichtum der Region symbolisiert. Interessierte Besucher erwartet eine umfassende Erkundung der Stuttgarter Schlösser und ihrer Geschichten in der kommenden Veranstaltung in Leonberg.