In Weil im Schönbuch stehen ab dem 3. März 2026 umfassende Sanierungsarbeiten an der Kreisstraße 1062 an. Die Strecke zwischen dem Ortsausgang Weil im Schönbuch und der Kreisgrenze in Richtung Dettenhausen wird bis voraussichtlich August vollständig gesperrt. Grund für diese Maßnahme sind der schlechte Fahrbahnzustand und Schäden auf etwa 100 Metern. Besonders besorgniserregend ist die Stabilität des Straßenkörpers, die durch labilen Erdreich im Hangbereich gefährdet sein könnte. Wasser ist in den Untergrund aus Knollenmergel eingedrungen und hat diesen aufgeweicht, was bereits zu tiefen Rissen, Setzungen und Versatz in der Fahrbahn geführt hat.

Um die Situation zu verbessern, wird der gesamte Unterbau im kritischen 100 Meter langen Rutschungsbereich erneuert. Dazu gehört der Austausch des instabilen Bodens und der Einbau einer leistungsfähigen Drainage zur Stabilisierung des Hangs. Darüber hinaus werden die oberen Asphaltschichten auf der restlichen Strecke erneuert. Die Baumaßnahme hat einen Auftragswert von rund 1,6 Millionen Euro und wird von der Firma Eurovia durchgeführt. Die Arbeiten erfolgen unter Vollsperrung; eine Umleitung über die B 464 und L 1208 ist ausgeschildert. Für weitere Informationen kann die detaillierte Quelle hier eingesehen werden.

Verkehrsanbindung im Landkreis

Parallel zu den Sanierungsarbeiten wird auch über die Verkehrsanbindung im Landkreis nachgedacht. Am 19. März 2024 lädt Landrat Roland Bernhard zu einem Runden Tisch ein, um eine gemeinsame Haltung gegenüber dem Bund zu finden. Ziel ist es, eine effiziente Verkehrsanbindung für Wirtschaft und Bürger im Landkreis zu gewährleisten. An diesem Treffen werden Vertreter von Leonberg, Magstadt, Renningen sowie das Regierungspräsidium Stuttgart teilnehmen. Einigkeit besteht darüber, dass der Lückenschluss zwischen B 464 und B 295 bis 2030 dringend notwendig ist.

Ein zentrales Anliegen ist, dass die K 1008 in ihrer aktuellen Funktion erhalten bleibt und durch eine Brücke an der Magstadter Straße angebunden wird. Der Landkreis strebt an, dass der Bund die Kosten für diesen Lückenschluss trägt. Interessanterweise wird die Realisierung der Südrandstraße aufgrund fehlender Fördermittel und geschätzter Kosten von 8 Millionen Euro vom Lückenschluss entkoppelt, jedoch bleibt die Option für eine künftige Realisierung bestehen. Auch die Anliegen der Bauern bezüglich des landwirtschaftlichen Verkehrs werden in diesen Überlegungen berücksichtigt.

Erhalt der Infrastruktur

Der aktuelle Fokus auf die Sanierung und den Erhalt der Straßeninfrastruktur steht im Einklang mit den Zielen des Bundesverkehrsministeriums. Deutschland hat ein leistungsfähiges Bundesfernstraßennetz aufgebaut, wobei der Schwerpunkt auf dem baulichen Erhalt der Infrastruktur liegt. Das Prinzip lautet: Erhalt vor Neubau. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die auf die Notwendigkeit von Aus- und Neubaumaßnahmen hinweisen. Dringende Maßnahmen zur Engpassbeseitigung und für Lückenschlüsse sind unerlässlich, um die Leistungsfähigkeit und Netzverfügbarkeit sicherzustellen. Weitere Informationen zu diesen Themen können hier nachgelesen werden.