Am 11. Februar 2026 fand die 36. Salacher Fasnet statt. Bei dieser traditionsreichen Veranstaltung übergab Gerhard Munz nach rund 30 Jahren das Moderatorenmikrofon an seinen Sohn Rafael Munz. Timo Hommel, Präsident des Fasnetsvereins, würdigte nicht nur das lange Engagement von Gerhard Munz, sondern erinnerte auch an einige seiner denkwürdigen Höhepunkte, darunter den umstrittenen Auftritt „Jesus als Bodybuilder“, der in der Vergangenheit viele Diskussionen ausgelöst hatte. Zum Abschied wurde Munz von der Kabarettistin und Karnevalistin Elsbeth Gscheidle mit dem großen Narrenorden geehrt.

Die feierliche Übergabe war Teil eines bunten Programms. Gscheidle sorgte für Schmunzeln, als sie in der Rolle einer Klofrau auftrat und mit einem humorvollen Missgeschick für Lacher im Publikum sorgte. Auch die Darbietungen der Jugend während der Fasnet kamen nicht zu kurz. Philipp, Nikolas und Alexander Casanova taten in gereimten Büttenbeiträgen kund, wie wichtig ihnen das Thema Generationengerechtigkeit ist.

Unterhaltsame Höhepunkte der Fasnetsveranstaltung

Die Veranstaltung bot eine Vielzahl von Sketches und Auftritten, die beim Publikum großen Anklang fanden. Die Hexe Petra Seitz sprach humorvoll über die sozialen Medien und sorgte damit für zusätzlichen Unterhaltungswert. Die „MILFs“, ein Ensemble von Männern in humorvollen Kostümen, sorgten für begeisterten Jubel. Ein Sketch über das vakante Restaurant „Glashaus“, dargestellt als China-Restaurant, zog ebenfalls die Lacher auf sich. Schultes Dennis Eberle und Timo Hommel brillierten gemeinsam mit Ministerin Nicole Razavi sowie dem Ex-Staatssekretär Peter Hofelich in einer amüsanten Darbietung mit Insider-Witzen und Details.

Die Tanzgarden und die Showtanzgruppe trugen mit ihren akrobatischen Höchstleistungen zur farbenfrohen Atmosphäre des Abends bei. Ob in schillernden Kostümen oder bei mitreißenden Tanzbeiträgen: Die Begeisterung war bei Groß und Klein spürbar. Am Ende der Veranstaltung feierten die Besucher gemeinsam bei einer Fasnets-Party, die musikalisch von Dine & Robi begleitet wurde.

Traditionell ist die Fastnacht ein Brauch, der in der Zeit vor der 40-tägigen Fastenzeit gefeiert wird und in vielen Regionen Deutschlands große Bedeutung hat. Diese Bräuche variieren von Ort zu Ort und sind oft mit Umzügen, Liedern sowie Kostümen verbunden. In Stuttgart und Umgebung, wie auch im schwäbisch-alemannischen Raum, ist die Fasnet fest im kulturellen Kalender verankert und zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an. In dieser Tradition wird die Freude am Feiern in den Mittelpunkt gerückt, bevor die besinnliche Zeit der Fastenzeit beginnt, die mit dem Aschermittwoch eingeläutet wird.

Die Feierlichkeiten während der Fasnet sind eine Möglichkeit für die Bevölkerung, sich humorvoll mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Ein schöner Anreiz für die Teilnehmenden, sich einzubringen und die Tradition lebendig zu halten.