Am Montag, den 2. Februar 2026, ruft die Gewerkschaft Verdi zu Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr auf. In zahlreichen Städten ist daher ein weitgehender Stillstand des Betriebs zu erwarten. Besonders betroffen sind große städtische Verkehrsunternehmen, in denen die Gewerkschaft bessere Arbeitsbedingungen für rund 100.000 Beschäftigte fordert. Verdi hat in ihren Forderungen unter anderem kürzere Wochenarbeitszeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit aufgeführt. In vielen Städten, darunter Hamburg, München und Stuttgart, wird damit gerechnet, dass Busse und Bahnen zum Erliegen kommen. Auch in Niedersachsen gilt für etwa 5.000 Beschäftigte die Friedenspflicht, wodurch dieser Bundesland vom Streik ausgenommen ist.

Im Ostalbkreis, darunter Städte wie Schwäbisch Gmünd, Gschwend und Aalen, gibt es jedoch vorerst Entwarnung für die Fahrgäste. Laut Remszeitung bestätigt Arne Behrens, Geschäftsführer von OstalbMobil, dass der Ostalbkreis aktuell nicht betroffen ist. Dennoch könnte das genaue Ausmaß der Streiks an den kommenden Tagen kurzfristig sichtbar werden, und bei möglichen Auswirkungen in der Region werden die Fahrgäste rechtzeitig informiert. Dies betrifft vor allem den Stadtbusverkehr in Schwäbisch Gmünd, dessen Ansprechpartner weiterhin der Betriebshof in der Lorcher Straße 64 bleibt.

Ablauf der Warnstreiks

Der Streik an diesem Tag begann mit der Frühschicht, und es wurde erwartet, dass eine hohe Beteiligung der Beschäftigten am Streik erfolgt. Verdi forderte eine Gehaltserhöhung von neun Prozent für etwa 9.000 Beschäftigte in Baden-Württemberg, da das aktuelle Angebot des Arbeitgeberverbands WBO nur als unzureichend angesehen wird. WBO bot lediglich einen Inflationsausgleich über zwei Jahre sowie Gespräche zur betrieblichen Altersversorgung an, was bei den Beschäftigten als mangelnde Wertschätzung wahrgenommen wurde.

In der aktuellen Diskussion um die Streiks wird deutlich, dass Verdi nicht nur auf die Gehälter und Arbeitsbedingungen drängt, sondern auch die notwendigen Voraussetzungen für Verbesserungen in der Branche fordert. In vielen Städten wird mit einem massiven Mobilisationsaufruf gerechnet, wodurch sich die Situation im Ostalbkreis kurzfristig ändern könnte. Während die Busse der Deutschen Bahn am Montag jedoch ohne Einschränkungen fahren werden, bleibt abzuwarten, ob auch im Nahverkehr in der Region von den Streiks Betroffene informiert werden. Weitere Verhandlungen scheinen vorerst nicht geplant zu sein, was die Unsicherheit für alle Beteiligten erhöht. Mehr Informationen über die laufenden Entwicklungen können auf Schwäbische Post und Tagesschau nachgelesen werden.