In Remshalden-Geradstetten wird derzeit ein beeindruckendes Projekt realisiert: das neue Bildungszentrum Bau, das mit einer Investition von 85 Millionen Euro grundlegend neugebaut wird. Dieses Vorhaben ist nicht nur ein wichtiger Schritt für die Bauwirtschaft in der Region, sondern auch Teil der Internationalen Bau-Ausstellung 2027 (IBA’27). Ziel des Projekts ist es, eine der modernsten Ausbildungsstätten der Bauwirtschaft in Deutschland zu schaffen. Der Verband Bauwirtschaft Baden-Württemberg hat die Verantwortung für die Modernisierung der Anlage übernommen.
Die Besichtigung des Bildungszentrums findet heute, am 26. Februar 2026, um 16 Uhr statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich über den Fortschritt des Projekts zu informieren. Die IBA’27 Friends laden zur Teilnahme ein, und die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, einen Einblick in die ambitionierten Pläne zu erhalten. Treffpunkt ist am Oberen Wasen 12 in Remshalden, am gelben IBA’27-Projektmarker.
Ein zukunftsweisendes Ausbildungszentrum
Das Bildungszentrum Bau wird eine der größten überbetrieblichen Ausbildungsstätten der Bauwirtschaft in Baden-Württemberg sein. Die bestehende Anlage aus den 1970er Jahren wird abgerissen, um Platz für eine moderne Infrastruktur zu schaffen. Diese wird nicht nur funktionale und bauliche Standards erfüllen, sondern auch energetischen Anforderungen gerecht werden. Während der Bauarbeiten wird der laufende Betrieb aufrechterhalten, sodass die Ausbildung der zukünftigen Fachkräfte nicht unterbrochen wird.
Der Entwurf für das neue Zentrum stammt vom Wiener Büro Schenker Salvi Weber in Zusammenarbeit mit KRAFT.RAUM Landschaftsarchitektur aus Düsseldorf. Geplant sind moderne Werkhallen, Lehrsäle, Labore und Sozialräume, sowie ein Internat mit 200 Betten. Flexible Raumstrukturen werden für die unterschiedlichen Ausbildungsbereiche wie Hochbau, Tiefbau und Baumaschinentechnik bereitgestellt. Dabei wird auf Nachhaltigkeit gesetzt: Recycelter Beton, regionale Baustoffe und hybride Energiesysteme sollen in den Bau integriert werden.
Förderung und Vision
Die Realisierung des Bildungszentrums wird durch mehrere Institutionen gefördert, darunter das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg. Diese Unterstützung unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Fachkräfteausbildung und die Bauwende in der Region.
IBA’27-Intendant Andreas Hofer betont den Fokus auf Innovation, Nachhaltigkeit und Wissenstransfer, während Gabriele König, Geschäftsführerin der IBA, die Notwendigkeit von gut ausgebildeten Fachkräften für die Bauwirtschaft hervorhebt. Mit der Fertigstellung von Gästehaus, Kantine und Verwaltung bis 2027 wird das Bildungszentrum Bau zu einem zentralen Ort für die Ausbildung in der Bauwirtschaft und trägt zur Entwicklung neuer Bauweisen und didaktischen Potenzials bei.
Für die Besichtigung heute wird ein Kostenbeitrag von 15 Euro für Nicht-Mitglieder des Vereins IBA’27 Friends erhoben, der vor Ort in bar zu entrichten ist. Die Veranstaltung verspricht nicht nur interessante Einblicke, sondern auch die Möglichkeit, sich mit anderen Teilnehmenden auszutauschen und zu vernetzen.
Weitere Informationen finden Sie unter ZVW, IBA27 und Stuttgarter Nachrichten.




