In der Nacht zum 1. Februar 2026 kam es am Bahnhof Stuttgart-Bad Cannstatt zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem 29-jährigen Mann und einem Unbekannten. Der 29-Jährige war zur Tatzeit mit einer 28-jährigen Frau im Bereich eines Imbisses in der Bahnhofshalle unterwegs. Rund um 03:30 Uhr entbrannte zunächst ein verbaler Streit zwischen dem 29-Jährigen und einem Mann, der Teil einer größeren Personengruppe war. Im weiteren Verlauf eskalierte die Situation und es kam zu einem physischen Konflikt.
Wie berichtet wird, erlitt die 28-jährige Begleiterin dabei leichte Verletzungen. Der 29-Jährige erstattete am 2. Februar 2026 Anzeige bei der Polizei, die daraufhin die Ermittlungen aufnahm. Die Bundespolizei sucht in diesem Zusammenhang nach Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben. Der Unbekannte wird gebeten, sich telefonisch unter +4971155049-1020 oder per E-Mail an bpoli.stuttgart@polizei.bund.de zu melden.
Blick lokal berichtet.
Zunehmende Gewalt an Bahnhöfen
Dieser Vorfall ist nicht isoliert. Bereits am 7. Oktober 2025 war es zu einer ähnlichen Auseinandersetzung am Bahnhof Stuttgart-Bad Cannstatt gekommen. Hier waren drei Männer, alle deutsche Staatsangehörige im Alter von 28, 33 und 34 Jahren, beteiligt. Auch damals begann der Konflikt mit einem verbalen Streit, der schnell zu einer körperlichen Auseinandersetzung führte. Die beiden jüngeren Männer schubsten den 34-Jährigen zu Boden und traten auf ihn ein. Die Bundespolizei war zügig zur Stelle und nahm die Beteiligten für polizeiliche Maßnahmen fest. Auch hier wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet.
Inside BW weist darauf hin.
Die jüngste Statistik der Bundespolizei zeigt einen alarmierenden Anstieg von Gewalt- und Waffendelikten an Bahnhöfen und in Zügen. Im ersten Halbjahr 2023 wurden 14.047 Gewaltvorfälle registriert, was einem Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Während Eigentumsdelikte rückläufig sind, stieg die Zahl der Waffendelikte von 589 auf 808, was auf eine besorgniserregende Entwicklung hinweist.
Der Tagesspiegel thematisiert die Problematik.
Diese Vorfälle haben politischen Druck erzeugt. Politiker fordern mehr Polizeipräsenz an den Bahnhöfen und eine Null-Toleranz-Strategie gegenüber Gewalttätern. Die Entwicklungen an Bahnhöfen werfen ernste Fragen über die Sicherheit im öffentlichen Raum auf, die dringend adressiert werden müssen.