In Oberriexingen führt Simon Fetzer ein Leben im Zeichen des Minimalismus. Der Musiker und Schreiner wohnt in einem Tiny-Haus von 23 Quadratmetern, das er nach eigenen Vorstellungen entworfen hat. Laut Stuttgarter Nachrichten empfindet er in seinem neuen Zuhause keinen Mangel, sondern sieht vielmehr seine Entscheidung als eine Art Befreiung. Der Umzug in das Tiny-Haus folgte auf eine persönliche Krise und eine Trennung, was für Fetzer einen Neuanfang bedeutete.
Das kleine Haus befindet sich in einem Anbau seines ehemaligen Wohnhauses. Der ehemalige Musiker der TV-Show „The Voice of Germany“ hat nicht nur den Wohnbereich, sondern auch ein Dojo mit Terrasse im Garten eingerichtet, das ideal für Meditation und Besuche ist. Dazu kommt eine Holzfass-Sauna, die er regelmäßig nutzt. Bei der Gestaltung der Küche, die als Kommunikationszentrum dient, legte er Wert auf Funktionalität und Stauraum, der in Einbauschränken sinnvoll untergebracht ist.
Minimalismus und Nachhaltigkeit
Fetzer ist Teil eines wachsenden Trends in Deutschland, der sich für das Tiny House-Lifestyle interessiert. Studien zeigen, dass etwa 75.000 Menschen in Deutschland an diesem Lebensstil interessiert sind. Der Trend zu solchen kleinen Häusern wird durch nachhaltige Lebensweisen, Kostendruck und den Wunsch nach mehr Funktionalität und Flexibilität beeinflusst, so Deutschland.de.
Tiny Houses dürfen maximal 50 Quadratmeter umfassen und sind meist minimalistisch sowie funktional gestaltet. Dies zeigt sich auch bei anderen Nutzern, wie einem Beispiel aus Freiburg, wo eine Person nach ihrem Umzug etwa 1.500 Bücher und einige Gegenstände aufgeben musste, um in einem Tiny-Haus einen minimalistischen Lebensstil zu führen.
Kosten und Herausforderungen
Die Anschaffungskosten für Tiny-Häuser sind unterschiedlich und liegen meist zwischen 30.000 und 100.000 Euro, je nach Ausstattung und Standort. Laut einer Analyse von PromiPool stiegen die Bauanfragen für Kleinsthäuser in den letzten Jahren signifikant. 2022 entfielen 24% der Bauanfragen auf Häuser unter 40 Quadratmetern, was die Bilder des wachsenden Interesses anzeigt.
Beleckbare Herausforderungen sind jedoch die rechtlichen Vorgaben: Nur 15-20% der Kommunen in Deutschland erlauben das dauerhafte Wohnen in Tiny Houses. Um ein Tiny-Haus rechtlich bew Wohnanlagen zu betreiben, sind häufig Baugenehmigungen erforderlich. Zudem können zusätzliche Kosten für Infrastruktur, Grundstück und Genehmigungen auf die Eigentümer zukommen.
Trotz dieser Hürden träumt Simon Fetzer von einer Tiny-Haus-Siedlung, in der Gleichgesinnte leben können. Sein Einsatz für den Minimalismus zeigt sich in der Notwendigkeit von Ordnung innerhalb seines kleinen Zuhauses, die ihm hilft, Freude am Leben dort zu finden.