Die Stadt Münster bereitet sich auf ein bedeutendes Ereignis vor: Vom 19. bis 25. Februar 2026 finden die Ukraine-Tage 2026 statt. Diese Veranstaltungsreihe, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern organisiert wird, soll nicht nur Solidarität mit der Ukraine zeigen, sondern auch die bestehende Partnerschaft mit der Stadt Winnyzja bekräftigen. Am 24. Februar, dem vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, steht eine besondere Podiumsdiskussion mit dem Titel „Perspektiven zum Frieden“ auf dem Programm, die um 19 Uhr in der vhs Münster beginnt.
Bei dieser Podiumsdiskussion werden Experten aus Wissenschaft, Militär und Friedensbewegung zusammenkommen, um über die Ursachen von Krieg und mögliche diplomatische Lösungsansätze zu diskutieren. Der Eintritt ist frei, jedoch ist eine Online-Anmeldung erforderlich. Die Veranstaltung wird organisiert von der vhs Münster, dem Friedensbüro Münster Marketing und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.
Ein umfangreiches Programm für die Ukraine
Die Ukraine-Tage 2026 bieten ein reichhaltiges Programm, das von zivilgesellschaftlichen Initiativen gestaltet wird. Neben der Podiumsdiskussion am 24. Februar wird am 25. Februar ein Gedenkkonzert in der Friedenskapelle am Willy-Brandt-Weg stattfinden. Hier werden Musiker des Sinfonieorchesters Münster Werke ukrainischer Komponisten aufführen, um die Solidarität mit Winnyzja zu verdeutlichen. Der Bürgermeister von Winnyzja, Serhii Morhunov, wird sich via Videobotschaft an die Konzertbesucher wenden. Auch hier ist der Eintritt frei, aber eine Anmeldung ist bis zum 20. Februar erforderlich.
Zusätzlich zu den oben genannten Veranstaltungen sind Filmvorführungen, Lesungen, Mahnwachen am Historischen Rathaus und ein ökumenisches Friedensgebet geplant. Eine besondere Ausstellung mit dem Titel „Verloren – Gefunden – Wege aus der Ukraine nach Deutschland“ wird bis zum 27. Februar in der Überwasserkirche zu sehen sein. Diese Initiative wird durch das Büro Internationales der Stadt Münster koordiniert und zeigt, wie wichtig es ist, Raum für Diskussionen über Krieg und Frieden zu schaffen.
Praktische Hilfe und humanitäre Unterstützung
Die Ukraine-Tage 2026 kombinieren Information, Gedenken und praktische Hilfe. Ein Hilfstransport mit einem Kleinbus und zwei Stromgeneratoren erreichte Winnyzja am 16. Februar nach einem Zwischenstopp in Lublin. Dieser Transport wurde vom Büro Internationales koordiniert und erhielt Unterstützung durch den Arbeiter-Samariter-Bund Münsterland. Die Finanzierung erfolgte teilweise durch Bundesmittel. Es ist wichtig zu betonen, dass in Winnyzja in diesem Monat ein Schulgebäude sowie mehrere Wohnhäuser durch russische Angriffe beschädigt wurden, während die Temperaturen in der Region in einigen Nächten auf unter minus 20 Grad sanken.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat erhebliches Leid verursacht und die Zivilbevölkerung stark getroffen. Die Bundesregierung hat daher ihre humanitäre Hilfe ausgeweitet und stellt seit dem 24. Februar 2022 rund 39 Milliarden Euro an ziviler und etwa 55 Milliarden Euro an militärischer Unterstützung für die Ukraine bereit. Diese Unterstützung wird in vielfältiger Weise geleistet, sei es durch die Finanzierung von Reparaturen an Strom- und Wärmeanlagen oder durch die Bereitstellung von medizinischer Versorgung, Lebensmitteln und anderen Nothilfen. Auch die Unterstützung für Binnengeflüchtete und zurückkehrende Geflüchtete ist in dieser schwierigen Zeit von großer Bedeutung.
Die Ukraine-Tage 2026 in Münster sind also nicht nur ein Zeichen der Solidarität, sondern auch ein wichtiger Schritt, um die menschlichen und kulturellen Verbindungen zwischen Deutschland und der Ukraine zu stärken. Für weitere Informationen zu Terminen und Anmeldemöglichkeiten stellt die Stadt Münster umfassende Informationen online bereit. Mehr dazu finden Sie in den offiziellen Ankündigungen der Stadt Münster hier sowie auf MS Aktuell. Auch die Bundesregierung bietet auf ihrer Webseite Informationen über die laufenden Hilfsmaßnahmen und Unterstützungsangebote hier.