Am 3. November 2025 stellte der neu gewählte Oberbürgermeister von Münster, Tilman Fuchs, seine Pläne für die Stadtentwicklung vor. In seiner Ansprache betonte Fuchs die dringende Notwendigkeit, beim bezahlbaren Wohnen, der klimafreundlichen Mobilität und der Optimierung der Verwaltungsprozesse voranzukommen. Münster sei nicht nur als Fahrradstadt bekannt, sondern auch als ein bedeutender Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort sowie Friedensstadt.

Ein zentrales Anliegen von Fuchs ist es, die Bürger aktiver in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Er ist sich der angespannten Haushaltslage der Stadt bewusst und kündigte an, dass Ausgaben prioritär behandelt werden müssten. Um der Wohnungsnot entgegenzuwirken, plant er eine umfassende Analyse zu Leerständen und Nachverdichtungsmöglichkeiten, um somit bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Wohnungsbau und Mobilität

Fuchs fordert mehr Tempo beim Wohnungsbau und plant, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, um Lösungen zu finden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Umsetzung des „Masterplans Mobilität 2035+“. Ziel ist es, Rad-, Bus- und Bahnverkehr zu stärken und die Bahnanbindungen in die Region zu verbessern. Besonders das Projekt S-Bahn Münsterland hat hierbei Priorität. Zudem soll ein neuer Nahverkehrsplan das Busangebot in Münster optimieren.

Die Serviceorientierung der Stadtverwaltung möchte Fuchs ebenfalls erhöhen. Dazu wird eine Überprüfung und Digitalisierung der Verwaltungsprozesse angestrebt. Die Zusammenarbeit mit Interessenvertretungen aus Industrie, Handel, Handwerk und Gastronomie soll Genehmigungsprozesse beschleunigen und so auch die wirtschaftliche Entwicklung fördern.

Lebensqualität der Bürger

Ein weiteres Anliegen Fuchs‘ ist die Entwicklung eines Konzepts zur rechtssicheren Entsorgung von Schrottfahrrädern. Diese Maßnahme soll zusammen mit kleineren Verbesserungen dazu beitragen, die Lebensqualität der Bürger zu steigern.

Für die Bürger von Münster könnte die Vision Fuchs’ die Grundlage für eine positive Zukunft bilden. Durch die verstärkte Bürgerbeteiligung und die Konzentration auf essentielle Bereiche wie Wohnraum und Mobilität wird ein Schritt in Richtung einer lebenswerten und zukunftsorientierten Stadt gemacht. Der Oberbürgermeister stellt sich damit der Herausforderung, die Stadt für alle lebenswert zu gestalten.