Heute ist der 12.02.2026 und in Sindelfingen tut sich einiges: Mercedes-Benz hat großartige Pläne für das Werk in der Stadt. Der Automobilhersteller möchte sein Werk zukunftsfähig machen, indem umfangreiche Umbauten anstehen. Peter Kubiena, der Leiter der Fabrikplanung der Daimler AG, hat in einer Gemeinderatssitzung die Notwendigkeit betont, die in die Jahre gekommenen Hallen zu transformieren. Diese Transformation ist ein klares Bekenntnis von Mercedes zum Standort Sindelfingen, wie auch Oberbürgermeister Markus Kleemann feststellte.

Auf der drei Quadratkilometer großen Fläche des Werks sollen größere zusammenhängende Hallenstrukturen entstehen. Das Ziel ist eine umfassende Transformation von Verbrennungsmotoren zu alternativen Antrieben. Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass keine flächenmäßige Erweiterung des Werks geplant ist; vielmehr handelt es sich um eine Entwicklung im Bestand. Der Gemeinderat hat bereits den Startschuss für die Planungen gegeben, und ein Rahmenplan wurde mit der Mercedes-Benz AG abgestimmt, um Bereiche für eine Nachverdichtung zu identifizieren.

Herausforderungen und Chancen

Ein weiterer Aspekt, der in den Diskussionen aufgekommen ist, betrifft eine angedachte Stadtbahntrasse, die durch das Mercedeswerk führen sollte. Diese könnte erhebliche Herausforderungen mit sich bringen. Daher wird die Stadt Sindelfingen den Landkreis bitten, alternative Streckenführungen für die Stadtbahn zu prüfen. Solche Überlegungen sind nicht nur für die Anwohner von Bedeutung, sondern auch für die zukünftige Erreichbarkeit des Werks und die damit verbundenen Entwicklungen.

Diese Planungen finden in einem Kontext statt, der von wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt ist. Mercedes-Benz plant nicht nur Umbauten, sondern sieht sich auch mit der Notwendigkeit konfrontiert, Stellen abzubauen und die Produktion in Niedrigkostenländer zu verlagern. Der Gewinn des Unternehmens brach im vergangenen Jahr bei leicht rückläufigen Umsätzen ein, und die Marge im Kerngeschäft mit Premiumautos wird kurzfristig nicht den zweistelligen Bereich erreichen.

Strategische Ausrichtung

Um den wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen, hat Mercedes-Benz das Ziel formuliert, die Produktionskosten bis 2027 um 10 Prozent zu senken und die Materialkosten um etwa 8 Prozent zu reduzieren. Der Produktionsanteil in Niedrigkostenländern soll von 15 auf 30 Prozent verdoppelt werden, was eine signifikante Verschiebung darstellt. Im Werk Kecskemet in Ungarn soll die Produktionskapazität auf 200.000 Einheiten erhöht werden, da dort die Kosten 70 Prozent niedriger sind als in Deutschland.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Engagement von Mercedes-Benz für den Standort Sindelfingen stark. Die geplanten Umbauten sind ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen bereit ist, in die Zukunft zu investieren. Es bleibt spannend, wie sich diese Entwicklungen auf die lokale Wirtschaft und die Arbeitsplätze in der Region auswirken werden. Weitere Informationen zu diesen Entwicklungen können unter Stuttgarter Nachrichten und Krzbb nachgelesen werden.