Heute ist der 14.02.2026 und wir blicken auf eine Geschichte, die uns im Remstal berührt. Claudia, eine Frau aus Kernen im Remstal, lebt mit Zöliakie, einer chronischen Autoimmunerkrankung des Dünndarms. Diese Erkrankung erfordert von ihr einen strikten Verzicht auf glutenhaltige Produkte, was ihren Alltag stark beeinflusst. Zöliakie war viele Jahre unentdeckt, und der schmerzhafte Weg zu einer Diagnose ist für viele Betroffene, wie auch für Claudia, einer der größten Herausforderungen.

Für Claudia bedeutet das Leben mit Zöliakie, dass sie beim Ausgehen und Essen mit Freunden oder der Familie oft in die Bredouille gerät. Ein Besuch beim Bäcker ist für sie mehr als nur eine kleine Herausforderung, denn bereits die kleinste Menge an gängigem Mehl kann bei ihr eine Darmentzündung auslösen. Im Café „Wundervoll“ berichtet sie über ihren Alltag und die ständigen Vorsichtsmaßnahmen, die sie treffen muss, um sich zu schützen. Diese persönlichen Einblicke verdeutlichen die emotionalen und physischen Belastungen, die mit der Erkrankung einhergehen.

Zöliakie und ihre Begleiter

Zöliakie ist nicht nur eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten, sondern eine chronische Systemerkrankung, die das Immunsystem dazu bringt, körpereigenes Gewebe anzugreifen. Das führt zu Entzündungen und Schädigungen der Dünndarmschleimhaut. Viele Betroffene haben oft keine typischen Symptome, was die Diagnose zusätzlich erschwert. In Claudias Fall war die Erkrankung lange unerkannt geblieben, was nicht selten vorkommt. Der Kontakt mit Gluten löst bei Zöliakie-Patienten eine Immunreaktion aus, die zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen kann.

Interessanterweise tritt Zöliakie häufig zusammen mit anderen immunvermittelten Erkrankungen auf, ein Phänomen, das als Komorbidität bezeichnet wird. Laut einer Studie haben etwa 5% der Zöliakie-Patienten auch Diabetes Typ 1, während 6-8% der Typ-1-Diabetiker ebenfalls Zöliakie haben. Diese Überlappung der Symptome kann die Diagnose verzögern. Darüber hinaus können Erkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis, Dermatitis herpetiformis Duhring, Autoimmunhepatitis oder Psoriasis ebenfalls in Kombination mit Zöliakie auftreten und die Gesundheitslage der Betroffenen komplizieren.

Risiken und wichtige Tests

Die Zöliakie erhöht das Risiko für weitere Autoimmunerkrankungen, was die Notwendigkeit regelmäßiger Tests zur Früherkennung unterstreicht. Ein Test auf die Gewebs-Transglutaminase-IgA-Antikörper wird empfohlen, um die Erkrankung rechtzeitig zu erkennen. Besonders gesunde Verwandte ersten Grades von Zöliakie-Patienten haben ein erhöhtes Risiko von 10-15% und sollten sich testen lassen. Bei Kindern und Jugendlichen kann der Test alle ein bis zwei Jahre bis zum 18. Lebensjahr wiederholt werden, während Erwachsene sich einmal testen lassen sollten.

Ein frühes Erkennen der Zöliakie ist entscheidend, nicht nur um akute Probleme zu vermeiden, sondern auch um langfristige Folgeschäden zu minimieren. So kann beispielsweise eine glutenfreie Diät die Knochendichte verbessern, was insbesondere bei einer frühzeitigen Diagnose im Kindesalter von großer Bedeutung ist. Leider bleibt die Erkrankung oft unentdeckt, da viele Betroffene keine typischen Symptome zeigen.

Claudias Geschichte ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie Zöliakie das Leben eines Menschen prägen kann. Ihr Alltag ist geprägt von einem ständigen Bewusstsein für die Krankheit und der Notwendigkeit, sich selbst zu schützen. Dies macht deutlich, wie wichtig es ist, über Zöliakie und ihre Begleiterkrankungen aufzuklären und die Menschen zu ermutigen, sich testen zu lassen. Für weitere Informationen über Zöliakie und Begleiterkrankungen besuchen Sie bitte die Originalquelle, die zweite Quelle sowie die dritte Quelle.