Im Rems-Murr-Kreis tut sich einiges in Sachen ländliche Entwicklung. Aktuell läuft der neue LEADER-Förderaufruf, der bis zum 9. April 2026 Bewerbungen für innovative Projekte zur Stärkung des ländlichen Raums entgegennimmt. Die Förderung zielt darauf ab, die Region weiter zu beleben und zu gestalten. Das Besondere: Es stehen bis zu 700.000 Euro an förderfähigen Projektkosten (netto) zur Verfügung, mit einem Fördervolumen von insgesamt 600.000 Euro aus EU-Mitteln plus zusätzlichen Landesmitteln. Dies ist bereits der vierte Projektaufruf in der Förderperiode 2023–2027, und es sind spannende Initiativen gefragt.
Einige bereits realisierte Projekte zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind: Ein Spielplatz in Kaisersbach, Kulturangebote in Welzheim und Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche in Murrhardt sind nur einige Beispiele, die verdeutlichen, wie wichtig solche Förderungen für die lokale Gemeinschaft sind. Gesucht werden kreative Ideen von Kommunen, Vereinen, Verbänden, Unternehmen und auch Einzelpersonen, die im Gebiet der LEADER-Aktionsgruppe umgesetzt werden sollen. Diese Projekte müssen zudem zum Regionalen Entwicklungskonzept (REK) im Schwäbischen Wald beitragen.
Innovative Ideen und Beteiligung der Bürger
Die Auswahl der Projekte erfolgt am 12. Mai 2026 durch den Auswahlausschuss des Vereins Regionalentwicklung Schwäbischer Wald. Ausgewählte Bewerber werden von der LEADER-Geschäftsstelle informiert und können anschließend ihren Projektantrag beim RP Stuttgart einreichen. Detaillierte Informationen sind auf der Webseite www.leader-schwaebischerwald.de verfügbar. Ansprechpartner für Bewerbungen sind Johannes Ernst und Lisa-Marie Funke, die sowohl per E-Mail als auch telefonisch erreichbar sind.
Das LEADER-Programm, was für „Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale“ steht, ist ein wichtiges EU-Förderinstrument zur Stärkung des ländlichen Raums. Im Schwäbischen Wald profitieren insgesamt 31 Gemeinden von diesen Mitteln, verteilt auf die Landkreise Rems-Murr-Kreis, Ostalbkreis, Landkreis Schwäbisch Hall und Landkreis Heilbronn. Der integrierte Ansatz von LEADER fördert das bürgerschaftliche Engagement und verbindet es mit staatlichen Aufgaben. Hierbei bilden lokale Akteure Aktionsgruppen (LAG), die Entwicklungskonzepte erarbeiten und die Stärken und Schwächen ihrer Region analysieren.
Datenschutz und Transparenz
In einer Zeit, in der Datenschutz immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist es wichtig zu wissen, wie mit persönlichen Daten umgegangen wird. Bei der Nutzung von Webseiten, die Informationen über Projekte und Förderungen bereitstellen, werden unter Umständen personenbezogene Daten erfasst. Beispielsweise können IP-Adressen, Referrer-URLs und Geräte-Informationen gesammelt werden. Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
Für den Rems-Murr-Kreis sind die Datenschutzinformationen auf der Webseite https://www.rems-murr-kreis.de verfügbar. Es ist wichtig, dass Nutzer sich über die Verwendung ihrer Daten informieren und gegebenenfalls eine Einwilligung geben.
LEADER als Teil eines größeren Konzepts
LEADER ist nicht nur ein einzelnes Förderprogramm, sondern Teil eines größeren Rahmens zur Unterstützung ländlicher Regionen. Zusammen mit der Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktion und Nachhaltigkeit“ (EIP Agri) fördert LEADER innovative Projekte, die auf die Bedürfnisse der Region abgestimmt sind. In Deutschland hat LEADER ab 2023 14% der ELER-Mittel erhalten, was über dem EU-Mindestplafond von 5% liegt. Dies zeigt, wie ernst es die EU mit der Unterstützung ländlicher Regionen meint.
Für alle, die ein Projekt im Kopf haben, könnte dies die ideale Gelegenheit sein, um ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Nutzen Sie die Chance und bewerben Sie sich bis zum 9. April 2026! Weitere details finden Sie in dem Artikel auf Stuttgarter Nachrichten.