In Stuttgart-Feuerbach kam es am vergangenen Donnerstag, dem 12. Februar 2026, zu einem Vorfall, der die Aufmerksamkeit der örtlichen Polizei auf sich zog. Ein 30-jähriger Mann, afghanischer Staatsangehöriger, wurde festgenommen, nachdem er beschuldigt wurde, Parfüm im Wert von etwa 74 Euro aus einem Drogeriemarkt in der Tunnelstraße gestohlen zu haben. Der Vorfall ereignete sich gegen 15 Uhr, als ein 37-jähriger Ladendetektiv beobachtete, wie der Mann das Parfüm in seine Hosentasche steckte und anschließend den Laden ohne zu bezahlen verließ.
Der Ladendetektiv sprach den Verdächtigen vor dem Geschäft an, was zu einer turbulenten Konfrontation führte. Der 30-Jährige versuchte zu fliehen und wehrte sich gegen das Festhalten des Detektivs. In der Folge stürzten beide Männer zu Boden. Der Verdächtige beleidigte nicht nur den Ladendetektiv, sondern auch die alarmierten Polizisten und weitere Mitarbeiter, die zur Unterstützung gerufen wurden. Die Polizei nahm den Mann schließlich fest. Er wird am Freitag, dem 13. Februar, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart einem Haftrichter vorgeführt (Stuttgarter Nachrichten).
Die Situation im Kontext der Kriminalität
Diebstahlsdelikte, wie sie im Fall des 30-jährigen Mannes zu beobachten waren, sind ein weit verbreitetes Problem in Deutschland. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2024 wurden insgesamt rund 5,8 Millionen Straftaten registriert, wovon über 1,94 Millionen Diebstahlsdelikte ausmachten. Dies entspricht etwa einem Drittel aller Straftaten. Besonders auffällig ist, dass die Diebstahlszahlen während der Corona-Pandemie gesunken sind, da weniger Tatgelegenheiten vorhanden waren. Nach der Pandemie kam es zunächst zu einem Anstieg, jedoch verzeichnete die PKS für 2024 einen Rückgang um 1,6% im Vergleich zu 2023 (BKA).
Im Hinblick auf Ladendiebstahl zeigen die Statistiken einen Rückgang von 5,0% auf 404.907 Fälle, was darauf hindeutet, dass technische Maßnahmen und Präventionsarbeit möglicherweise zur Verringerung solcher Delikte beigetragen haben. Die Aufklärungsquote für Ladendiebstahl liegt jedoch bei beeindruckenden 89,3%, was bedeutet, dass die meisten dieser Fälle erfolgreich von der Polizei gelöst werden (BKA).
Die Ereignisse in Stuttgart-Feuerbach sind somit Teil eines größeren Musters, das die Herausforderungen und Entwicklungen im Bereich der Kriminalität in Deutschland widerspiegelt. Der Fall des 30-jährigen Mannes verdeutlicht nicht nur die alltäglichen Herausforderungen für Einzelhändler, sondern auch die Reaktionen der Polizei auf solche Vorfälle.