Am Montag, dem 6. Februar 2026, kam es in einem Drogeriemarkt an der Königstraße in Stuttgart-Mitte zu einem Vorfall, der die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zog. Ein 42-jähriger Mann wurde festgenommen, nachdem er gemeinsam mit einer Komplizin versucht hatte, mehrere Nintendo-Switch-Spiele im Wert von etwa 1.500 Euro zu stehlen. Gegen 14:40 Uhr betraten die beiden Verdächtigen den Verkaufsraum und entnahmen die Spiele aus den Regalen, um das Geschäft ohne zu bezahlen zu verlassen. Ein 20-jähriger Mitarbeiter sprach sie an und versuchte, sie am Verlassen des Ladens zu hindern.

Bei diesem Versuch leisteten die Täter Widerstand; die Komplizin konnte flüchten, während der Mann bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten wurde. Laut der Beschreibung handelte es sich bei der flüchtigen Komplizin um eine Frau, die etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß ist und circa 35 Jahre alt. Sie trug eine schwarze Winterjacke, eine schwarze Mütze und eine schwarze Bauchtasche mit roten Streifen.

Vorangegangene Verurteilungen

Bei der Festnahme wurde bekannt, dass gegen den 42-jährigen Mann bereits ein bestehender Haftbefehl vorlag. Am Dienstag, dem 7. Februar 2026, wurde er daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen. Diese Entwicklung zeigt, dass die Polizei und die Justiz in Stuttgart aktiv gegen Diebstahlsdelikte vorgehen.

Statistiken zu Diebstahlsdelikten in Deutschland belegen, dass solche Vorfälle auch weiterhin zu den häufigsten Straftaten gehören. Laut dem Bundeskriminalamt wurden im Jahr 2024 über 1,94 Millionen Diebstahlsdelikte registriert, was etwa einem Drittel aller Straftaten ausmacht. Auch wenn es einen Rückgang bei Ladendiebstählen gab, sind die Zahlen noch immer besorgniserregend.

Entwicklung der Diebstahlskriminalität

In den nächsten Jahren scheint eine gewisse Stabilität in der Diebstahlkriminalität erreicht zu werden. Die diesjährige Polizeiliche Kriminalstatistik weist im Vergleich zu 2023 einen Rückgang von 1,6% auf. Speziell bei Ladendiebstählen sind die Fallzahlen im Jahr 2024 um 5,0% auf 404.907 gesunken, was zwar eine positive Entwicklung darstellt, jedoch bleibt diese Zahl 24,3% über dem Niveau von 2019.

Präventionsmaßnahmen der Polizei und technische Sicherungsmaßnahmen in Geschäften könnten zur Verringerung von Diebstahlsdelikten beigetragen haben. Trotz dieser Fortschritte gibt es immer noch Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf die Aufklärungsquote, die für Ladendiebstahl bei 89,3% liegt – ein hoher Wert im Vergleich zu anderen Deliktsformen.

Die Vorfälle in Stuttgart unterstreichen die kontinuierliche Problematik, die mit Diebstahlkriminalität verbunden ist, und verdeutlichen den Bedarf an beharrlicher Präventionsarbeit sowie effektiven polizeilichen Maßnahmen.