Die Käsberghalle in Mundelsheim, im Kreis Ludwigsburg, steht im Mittelpunkt aktueller Diskussionen über notwendige Sanierungsmaßnahmen. Laut den Stuttgarter Nachrichten hat die Halle zahlreiche Mängel, die seit Jahren die Gebäudeintegrität und die Nutzungsmöglichkeiten beeinträchtigen. Vor allem die hohen Heizkosten von etwa 50.000 Euro jährlich, die durch einfach verglaste Fenster und eindringendes Grundwasser verursacht werden, werfen Fragen zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit auf. Dies hat bereits zu einem politischen Umdenken geführt, da der Gemeinderat nun eine Machbarkeitsstudie beauftragt hat, um die Kosten für eine umfassende Sanierung der Halle zu ermitteln.
Die Sanierung und die geplante Erweiterung um eine Vereins-Gaststätte sind von entscheidender Bedeutung für das Gemeindeleben und die Nutzung der Halle. Diese dient nicht nur als Heimat der Handballer, sondern auch als Veranstaltungsort für diverse lokale Events. Die Schätzung der Sanierungskosten beläuft sich auf etwa 9 Millionen Euro, während der Anbau einer Gaststätte mit 100 Plätzen weitere 3 Millionen Euro kosten würde. Die Gemeinde hat sich auch um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beworben, das seit 2016 existiert und darauf abzielt, den Sanierungsstau bei sozialen Infrastrukturen abzubauen.
Förderprogramme und finanzielle Herausforderungen
Die Chancen auf einen Zuschuss aus dem Bundesprogramm sind jedoch als gering eingeschätzt, da die Konkurrenz um die Fördermittel hoch ist. Insgesamt wurden bis 2021 rund 1,5 Milliarden Euro in über 900 Projekte investiert. Seit 2022 liegt der Fokus der Förderung zudem auf der energetischen Sanierung zur Erreichung der Klimaziele. Dies könnte für die Käsberghalle von Vorteil sein, da geplante Maßnahmen die Installation einer Photovoltaikanlage mit 250 kW sowie den Ersatz der Gasheizung umfassen.
Bürgermeister der Gemeinde warnt, dass eine Ignorierung der Sanierung langfristig zu höheren Kosten führen könnte und schätzt die Ausgaben auf etwa 15 Millionen Euro, falls die Maßnahmen bis 2030 nicht umgesetzt werden. Ein weiterer Nachteil wird durch die Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Ersatzteilen für das alte Gebäude verstärkt. Die Möglichkeit, dass Wasser sich in der beschädigten Bodenplatte sammelt, muss ebenfalls dringend angegangen werden, um zusätzliche Schäden zu vermeiden.
Die Diskussionen um die Halle sind nicht nur ein technisches oder finanzielles Problem, sondern betreffen auch den sozialen Zusammenhalt und die Integration innerhalb der Gemeinde.Das Bundesprogramm hebt die Bedeutung solcher Einrichtungen für das gesellschaftliche Leben hervor und setzt einen klaren Fokus auf ihre energetische Sanierung. Der Gemeinderat wird demnächst über weitere Schritte beraten müssen, sollte der Antrag auf Fördermittel abgelehnt werden. Frühesten Bauarbeiten könnten erst 2030 beginnen, abhängig von der Freigabe der benötigten Zuschüsse.