Am 06. Februar 2026 fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oberstenfeld statt. Die Veranstaltung bot einen Rückblick auf das vergangene Jahr und einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen. Ende 2025 zählte die Einsatzabteilung 80 Mitglieder, davon 68 in Oberstenfeld, darunter 10 Frauen, und 12 in der Abteilung Prevorst. Im Jahr 2025 wurden beachtliche 77 Einsätze in insgesamt 1.631 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Diese Zahlen unterstreichen den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrkräfte in der Region.

Ein zentrales Thema der Versammlung war die bevorstehende Auslieferung eines neuen HLF 20, die für April 2026 geplant ist. Zudem wurde die Notwendigkeit eines Neubaus für das Gerätehaus thematisiert, da bestehende Waschmöglichkeiten fehlen und das Dach undicht ist. Diese infrastrukturellen Herausforderungen sind nicht nur lokal von Bedeutung, sondern spiegeln auch die allgemeine Situation vieler Feuerwehren in Deutschland wider, die sich mit wachsenden Mitgliederzahlen und neuen Anforderungen an die Sicherheit auseinandersetzen müssen.

Neuerungen und Ehrungen

Die Versammlung war auch ein Anlass, um neue Mitglieder zu begrüßen. Insgesamt wurden sieben neue Feuerwehrkameraden aufgenommen: Julia Garrecht, Jessica Rörich, Lukas Wendler, Marcel Gombert, Jens Brose, Emil Hartmann und Sebastian Schaubach. Gleichzeitig wurden drei langjährige Mitglieder in die Altersabteilung verabschiedet und zu Ehrenmitgliedern ernannt: Erwin Ungerer, Michael Herzer und Andreas Kori. Jürgen Beck wurde bereits am 07.11.2025 zum Ehrenkommandanten ernannt, und die Urkunden wurden feierlich an seine Familie übergeben.

Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung war die Wahl von Maximilian Fink zum neuen Kommandanten. Unterstützt wird er von den Stellvertretern Michael Schilpp und Marcel Herzer. Beförderungen waren ebenfalls ein Thema: Oberfeuerwehrleute wie Marina und Samira Kindsvogel sowie Matthias Strüvy erhielten neue Dienstgrade, ebenso wie mehrere weitere Mitglieder, die in den Rang eines Löschmeisters oder Brandmeisters befördert wurden. Simon Kori und Felix Stiegler erhielten das Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Bronze, was ihre 15-jährige aktive Dienstzeit würdigt.

Feuerwehren im Vergleich

Die Entwicklungen in Oberstenfeld stehen nicht isoliert da. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 48.100 Feuerwehren, wobei die freiwilligen Feuerwehren den größten Anteil ausmachen und über eine Million Mitglieder zählen. Ende 2022 waren circa 114.000 aktive Mitglieder in den freiwilligen Feuerwehren. Diese engagierten Bürgerinnen und Bürger leisten einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit in ihren Gemeinden, wobei der Einsatzschwerpunkt zunehmend auf Retten, Bergen und Schützen verlagert wurde.

Die Geisenfelder Feuerwehr, ein weiteres Beispiel für das Engagement in der Region, berichtete in ihrer Jahreshauptversammlung über ein Mitgliederwachstum von 81 auf 112 innerhalb von sechs Jahren. Trotz eines Rückgangs der Einsätze von 217 auf 190 stiegen die Stunden aufgrund von Hochwassereinsätzen auf 4.534. Hier war der intensivste Einsatz ein 60-stündiger Hochwasser-Dauereinsatz, bei dem über 300 Feuerwehrleute koordiniert wurden. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig eine gut ausgestattete und personell starke Feuerwehr ist, um den Herausforderungen von Naturereignissen und anderen Notfällen gewachsen zu sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der freiwillige Feuerwehrdienst in Deutschland nicht nur auf den ersten Blick eine lokale Angelegenheit ist, sondern Teil eines viel größeren Netzwerks, das sich für die Sicherheit der Bevölkerung einsetzt. Die Herausforderungen, wie sie auch in Oberstenfeld und Geisenfeld sichtbar werden, erfordern eine kontinuierliche Anpassung und Unterstützung der Feuerwehrinfrastruktur, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Weitere Informationen zu den Entwicklungen in der Feuerwehr finden Sie in den Artikeln über die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oberstenfeld, und die Berichterstattung der Geisenfelder Feuerwehr.