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In Weinstadt, einer Stadt im Rems-Murr-Kreis, fand ein gut besuchter Informationsabend zur Energiewende statt, an dem etwa 450 Teilnehmer teilnahmen. Die Veranstaltung wurde von verschiedenen Organisationen wie der Remstal Bürgerenergie (Rebe), dem Klimabündnis Weinstadt, der Stadt Weinstadt und den Stadtwerken Weinstadt organisiert. Edgar Neumann, der Vorsitzende des Klimabündnisses, informierte die Anwesenden darüber, dass man sich für den Kauf von Anteilen registrieren kann, um aktiv an der Energiewende teilzunehmen. Das ambitionierte Ziel der Stadt ist die Klimaneutralität bis zum Jahr 2035.

Der aktuelle Strombedarf von Weinstadt liegt bei 100 Millionen Kilowattstunden pro Jahr, während der Wärmebedarf bei 280 Millionen Kilowattstunden pro Jahr zu Buche schlägt. In den letzten 25 Jahren wurden bereits 17 Millionen Kilowattstunden aus regenerativen Energien erzeugt, was den Grundstein für die zukünftigen Projekte legt. Zu den geplanten Solarparks gehören die Standorte Schönbühl und Ellenrain, die auf einer Fläche von 250.000 Quadratmetern errichtet werden sollen. Diese Solarparks sollen jährlich 20 Millionen Kilowattstunden erzeugen, was 20% des Weinstädter Strombedarfs abdecken würde.

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Geplante Infrastruktur und Investitionen

Ein zentrales Element der Energiewende ist der Bau eines eigenen Umspannwerks mit einer Anschlussleistung von 20 Megawatt, das mit der geplanten Energiezentrale 10 (E10) verbunden ist. Diese Energiezentrale wird die Abwärme des geklärten Wassers nutzen und hat zudem das Potenzial für die Integration von Wasserstoff. Die gesamten Investitionen für die verschiedenen Projekte belaufen sich auf schätzungsweise 40 bis 90 Millionen Euro. Bürgerbeteiligungen durch Rebe sind möglich, wobei Anteile ab 500 Euro bis maximal 200 Anteile erworben werden können.

Die voraussichtliche Projektbeteiligung beträgt 2,5 Millionen Euro, und die ersten Renditen für die Rebe-Mitglieder werden ab 2029 mit einer Rendite von 3-4% erwartet. Weitere Informationen sind auf der Website der Rebe verfügbar. In einer weiteren Informationsveranstaltung wird am 25. Februar um 19 Uhr in der Jahnhalle in Endersbach über den geplanten Solarpark informiert.

Nachhaltige Entwicklung und Bürgerengagement

Die Stadt Weinstadt hat rund 27.000 Einwohner und strebt an, bis 2035 klimaneutral zu werden. Aktuell stammen etwa 18 Prozent des Stroms in Weinstadt aus erneuerbaren Energien, hauptsächlich durch Solaranlagen auf Dächern. Mit dem neuen Solarpark könnte dieser Anteil auf rund 40 Prozent steigen. Der Solarpark wird auf dem Gelände des ehemaligen Jugendheims auf dem Schönbühl errichtet und soll eine Spitzenleistung von über 20 Megawatt erreichen. Bei hoher Sonneneinstrahlung wird eine Großwärmepumpe betrieben, die Abwärme nutzt und ins Nahwärmenetz einspeist.

Die Genehmigungsverfahren für den Solarpark sollen bis Herbst 2026 abgeschlossen sein, und die Bauzeit wird auf maximal etwa ein halbes Jahr geschätzt. Die Stromproduktion könnte bereits 2027 beginnen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat kürzlich den größten Solarpark des Landes in Langenenslingen eröffnet und setzt damit einen positiven Akzent für die Energiewende in Baden-Württemberg.

Die Bürger von Weinstadt haben bereits 2021 einen Antrag auf Klimaneutralität bis 2035 gestellt, der vom Gemeinderat angenommen wurde. Ein Klimaaktionsplan wurde erstellt und das Klimabündnis Weinstadt gegründet, um die Ziele der Energiewende gemeinsam umzusetzen. Diese Initiativen zeigen, wie wichtig das Engagement der Bürger für eine nachhaltige Entwicklung ist. Für weitere Informationen zu den Projekten und dem Engagement der Bürger ist die Website der Rebe eine wertvolle Quelle. Die vollständige Berichterstattung zu dieser Thematik finden Sie in einem Artikel der Stuttgarter Nachrichten und auf SWR Aktuell.