Heute ist der 14.02.2026, und die Gemeinde Hemmingen hat kürzlich ihren Haushalt für das Jahr 2026 verabschiedet. Dieser Schritt bringt jedoch keine frohe Botschaft mit sich: Der Haushalt weist ein Rekorddefizit von fast zehn Millionen Euro auf. Angesichts dieser angespannten finanziellen Lage gilt eine Haushaltssperre bis mindestens März 2026. Der Gemeinderat hat zwar ein Sparpaket beschlossen, das über vier Jahre hinweg nur etwa 1,3 Millionen Euro Erleichterung bringen wird, doch sind die Herausforderungen damit noch lange nicht gemeistert. Um die finanziellen Lücken zu schließen, sollen Steuererhöhungen Mehreinnahmen von knapp 1,5 Millionen Euro generieren.
In den Diskussionen im Gemeinderat betonten die Vertreter die Notwendigkeit von Zusammenhalt und Handlungsfähigkeit in schwierigen Zeiten. Rebecca Nell von den Freien Wählern forderte ein geschlossenes Auftreten gegenüber Bund und Land, während Elke Kogler von der SPD die unzureichende Finanzierung der Kommunen durch höhere Ebenen kritisierte. Die Kinderbetreuung wurde als zentrale Zukunftsaufgabe hervorgehoben, und Barbara von Rotberg von der FDP betonte die Wichtigkeit von Bildungseinrichtungen und Infrastrukturprojekten. Bürgermeister Thomas Schäfer (CDU) sprach von „schmerzhaften Einschnitten“ und lobte den Zusammenhalt der Bevölkerung, während Maya Stelzner von den Grünen vorsichtigen Optimismus für die Folgejahre äußerte.
Herausforderungen der Haushaltskonsolidierung
Die finanzielle Lage der Gemeinde Hemmingen hat sich in den letzten Jahren zunehmend verschlechtert, was auch die Kommunalaufsicht bemerkt hat, die auf Defizite im Ergebnishaushalt hingewiesen hat. In mehreren Sitzungen hat eine Projektgruppe zur Haushaltskonsolidierung intensiv an Lösungen gearbeitet. Die Diskussionen waren offen, kontrovers und ehrlich, und es gab Dank an die Mitglieder der Projektgruppe sowie die Verwaltung für ihre professionelle Vorbereitung. Der Gemeinderat hat den vorgeschlagenen Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung zugestimmt, was jedoch auch bedeutet, dass Anpassungen im Kindergartenbereich erforderlich sein werden. Barbara von Rotberg äußerte sich hierzu und betonte die Wichtigkeit der bestmöglichen Betreuung von Kindern und Jugendlichen, auch wenn finanzielle Belastungen zu einer Reduzierung der Leistungen führen könnten, trotz der Übererfüllung der gesetzlichen Vorgaben.
Langfristige Perspektiven und Unterstützung
Die Herausforderungen, vor denen die Gemeinde Hemmingen steht, sind Teil eines größeren Trends, den viele Kommunen in Deutschland erleben. Die Haushaltskonsolidierung ist eine dauerhafte Herausforderung, da steigende Ausgaben und stagnierende Einnahmen die finanziellen Spielräume der Gemeinden stark einschränken. Krisen wie die Pandemie, Energieknappheit und Inflation haben die Situation zusätzlich verschärft. Um die qualitativen Leistungen für die Bürger aufrechterhalten zu können, müssen Einsparungen klug mit den Bedürfnissen der Bevölkerung in Einklang gebracht werden.
Ein geplanter Bericht der KGSt (Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement) wird aktuelle Best Practices und Lösungsansätze zur Haushaltskonsolidierung darstellen und aufzeigen, wie Kommunen wie Leopoldshöhe ihre Herausforderungen bewältigen können. Die Notwendigkeit flexibler Anpassungen in der Haushaltsplanung und -steuerung wird dabei besonders betont, um den neuen Herausforderungen der Digitalisierung und den steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit gerecht zu werden. In Hemmingen wird man die nächsten Schritte genau beobachten müssen, um eine tragfähige Lösung für die Zukunft der Gemeinde zu finden.
Für weiterführende Informationen zu den Details der Haushaltskonsolidierung in Hemmingen und den Maßnahmen des Gemeinderats, werfen Sie einen Blick auf die Berichte der Stuttgarter Nachrichten sowie die FDP Strohgäu und die KGSt.