Der Medizinartikelhersteller Paul Hartmann aus Heidenheim konnte im Jahr 2025 sowohl Umsatz als auch Gewinn signifikant steigern. Laut den jüngsten Berichten von Stuttgarter Nachrichten stieg das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um rund 15 Millionen Euro auf insgesamt 277 Millionen Euro. Damit bewegt sich das vorläufige Ebitda innerhalb der selbst gesteckten Zielspanne von 250 bis 290 Millionen Euro.
Das Umsatzwachstum kommt dabei trotz herausfordernder Marktentwicklungen zustande, da die Kernmärkte teilweise rückläufig sind. Hartmann verzeichnete ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft von 2,2 Prozent. Für das vergangene Jahr wurden keine genauen Zahlen für den Umsatz veröffentlicht; jedoch ist bekannt, dass der Erlös 2024 über 2,4 Milliarden Euro lag. Diese positive Entwicklung ist vor allem auf neue Produkteinführungen, durchgeführte Kostenmaßnahmen und kundenorientierte Lösungen zurückzuführen, wie Die Zeit hervorhebt.
Strategische Investitionen und Prognosen
Das Unternehmen plant, weiterhin in strategische Zielmärkte zu investieren, um die positive Entwicklung fortzusetzen. Allerdings wurde die Prognose für das bereinigte Ebitda aufgrund schwächerer Absatzmärkte und geopolitischer Unsicherheiten gesenkt. Ursprünglich lag die Schätzung für das bereinigte Ebitda zwischen 260 und 300 Millionen Euro, wurde jedoch auf 250 bis 290 Millionen Euro revidiert.
Hartmann ist bekannt für die Herstellung einer Vielzahl von Produkten, die unter anderem Verbandsmaterialien, Windeln und Desinfektionsmittel umfassen. Neben diesen Hauptprodukten gehört auch die Marke Kneipp für natürliche Pflege- und Gesundheitsprodukte zur Unternehmensgruppe.
Branchenausblick und Herausforderungen
<pNeben den unternehmensinternen Entwicklungen gibt es auch relevante Trends in der gesamten MedTech-Branche. Laut Spectaris wird die Medizintechnik durch digitale Transformation, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Robotik geprägt. Diese Innovationen werden als wesentliche Treiber für Behandlungen und Pflege angesehen, während gleichzeitig regulatorische Herausforderungen, wie die EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR), den Sektor belasten.
Die Medizintechnik in Deutschland hat eine Exportquote von über 68 Prozent und entwickelt neue Märkte, insbesondere in Afrika und Asien. Zudem gewinnen Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien zunehmend an Bedeutung, was die zukünftige Ausrichtung der Branche stark beeinflussen wird. Der vollständige Geschäftsbericht von Paul Hartmann, einschließlich detaillierter Prognosen für 2026, wird am 19. März veröffentlicht.