In Stuttgart-Degerloch ist ein 53-jähriger Mann Opfer eines perfiden Trickbetrugs geworden. Er hatte Goldbarren im Wert von rund 100.000 Euro zum Verkauf auf einer Internetplattform angeboten und sich mit einer interessierten Käuferin in einem Hotel am Guts-Muth-Weg getroffen. Die Betrügerin gab vor, dass sie noch Geld von einer Bank abheben müsse, um die Goldbarren zu bezahlen. Nach der Übergabe der Barren bat sie darum, diese in einer Schachtel zu verpacken, um sie angeblich nach der Geldübergabe mitzunehmen. Als die Frau jedoch nicht zurückkehrte, öffnete der Mann die Schachtel und stellte entsetzt fest, dass sich darin lediglich Metallscheiben befanden, die die wertvollen Barren ostensiv ersetzten. Stuttgarter Nachrichten berichtet, dass die schockierte Entdeckung des Betrugs den Mann in eine schwierige Lage brachte.
Die Betrugsmethode, bei der die Täter Fake-Goldbarren als echte Ware ausgeben, ist nicht neu. Laut der SWR hat der Mann bereits vor dem Treffen mit der Betrügerin weitere Schritte unternommen, um die vermeintlichen Goldbarren erfolgreich zu verkaufen. Doch die kriminellen Machenschaften im Umfeld des Goldmarkts zeigen, dass Betrüger immer raffinierter vorgehen.
Zusammenhang mit weiteren Betrugsfällen
In einer breiteren Perspektive sind die Vorfälle in Stuttgart nicht isoliert. In Südthüringen wird berichtet, dass mehrere mutmaßliche Trickbetrüger festgenommen wurden, die gefälschte Goldbarren über Online-Plattformen verkauft haben. Die Täter boten die Barren in verschiedenen Größen von 20, 50 und 100 Gramm an und täuschten potenzielle Käufer mit gefälschten Rechnungen eines Münzhändlers. Die Polizei hat Informationen, dass diese Betrüger bereits seit Anfang 2025 aktiv sind und vor allem im Raum Straubing ihre kriminellen Geschäfte tätigten.
Die Entdeckung dieser Betrüger ist ein Teil einer größeren Ermittlungsreihe, die auch zur Festnahme von zwei Männern bei einer Übergabe Anfang Januar und einem dritten Verdächtigen am Flughafen München führte. Alle drei Männer stehen unter Verdacht, in zahlreiche derartige Machenschaften verwickelt zu sein, und die Polizei versucht nun, weitere Geschädigte zu finden.
Der Vorfall in Stuttgart-Degerloch hebt hervor, wie wichtig Vorsicht beim Onlinehandel ist, insbesondere wenn es um wertvolle Gegenstände wie Goldbarren geht. Ob durch persönliche Treffen oder Informationen zu potenziellen Käufern, müssen Verkäufer wachsam sein, um nicht Opfer solcher betrügerischen Machenschaften zu werden.