In Backnang, im Rems-Murr-Kreis, kam es am Dienstagvormittag zu einem unerfreulichen Vorfall: Ein Geröllrutsch hat den Gleisbereich der Bahnstrecke beeinträchtigt. Laut einem Sprecher der Deutschen Bahn (DB) war der Regionalexpress aus Nürnberg nicht in der Lage, seine Fahrt nach Stuttgart fortzusetzen, da Geröll in den Gleisbereich gerutscht war. Fachleute sind nun vor Ort, um den betroffenen Bereich zu räumen und die notwendigen Reparaturen an den Schienen vorzunehmen. Die DB kann erst frühestens am Mittwoch nähere Informationen zur Dauer der Streckensperrung geben. Um die Passagiere zu unterstützen, wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Oppenweiler und Backnang eingerichtet. Zudem wird der Fernverkehr nach Nürnberg über die Strecke Ulm und Donauwörth umgeleitet. Für detaillierte Informationen können Interessierte die Quelle konsultieren.
Die Hangrutschung ereignete sich mutmaßlich aufgrund der intensiven Regenfälle der vergangenen Tage. Dies hat nicht nur den Regionalexpress RE90 betroffen, der seine Fahrt um 10:30 Uhr abbrechen und zum Backnanger Bahnhof zurückkehren musste, sondern auch zu einer Einstellung des Bahnverkehrs zwischen Backnang und Oppenweiler geführt. Passagiere mussten sich auf Verspätungen und Teilausfälle auf weiteren Linien wie MEX19, MEX90 und RE90 einstellen. Aufräum- und Erkundungsarbeiten laufen weiterhin, während die Bahninfrastruktur repariert werden muss. Eine genaue Prognose zur Dauer der Sperrung war bis Dienstagabend nicht verfügbar, jedoch sprach die VVS-Website von einem voraussichtlichen Ende der Sperrung in der Nacht auf Mittwoch. Weitere Informationen zur Hangrutschung sind ebenfalls verfügbar.
Einblicke in die Ursachen
Der Vorfall in Backnang ist ein Beispiel für die Herausforderungen, die der Schienenverkehr in Deutschland aufgrund von Wetterextremen bewältigen muss. Laut dem Umweltbundesamt sind Störungen im Schienenverkehr oft wetterbedingt, und das hat nicht zuletzt mit dem Klimawandel zu tun. Eine Analyse des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt, dass die Schieneninfrastruktur zunehmend extremeren Wetterbedingungen ausgesetzt ist. Starkregen, Hitze und Stürme sind häufige Ursachen für Störungen. Beispielsweise können Niederschläge an steilen Böschungen Schlammlawinen und Hangrutschungen auslösen, während Stark- und Dauerregen Hochwasserwellen verursachen können, die die Schienenwege gefährden.
Die Schienenverkehrsbranche hat bereits Maßnahmen ergriffen, um den Risiken des Klimawandels zu begegnen. Dazu zählen planerische und technische Lösungen sowie ein angepasstes Vegetationsmanagement, um die Bahninfrastruktur zu schützen. Dennoch bleibt es eine Herausforderung, insbesondere da Prognosen des PIK darauf hindeuten, dass hitze- und regenbedingte Störungen in Zukunft zunehmen werden. Die Wichtigkeit eines störungsfreien Betriebs für Unternehmen und Reisende kann nicht genug betont werden, da der Schienenverkehr im Jahr 2019 9% der Personen- und 19% der Güterverkehrsleistung in Deutschland ausmachte. Für weiterführende Informationen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Verkehrsinfrastruktur kann die Studie des Umweltbundesamtes konsultiert werden.



