Die Gastronomie im deutschen Raum hat eine lange Tradition und gehört zu den bedeutenden Wirtschaftsfaktoren des Landes. Aktuell erwirtschaftet die Branche über 115,2 Milliarden Euro und beschäftigt rund 433.200 Personen im Gastronomieservice. Trotz Herausforderungen durch die Corona-Pandemie erholt sich die Gastronomie rasant, wobei etwa 55 Prozent der Umsatzerlöse im Gaststättengewerbe generiert werden. Der wechselnde Trend hin zu mehr Nachhaltigkeit und demografischen Anforderungen hat auch die Gastronomielandschaft beeinflusst.Statista berichtet, dass im Jahr 2023 die Gastronomie besonders stark nachgefragt wurde und somit die Lage auf dem Arbeitsmarkt sich positiv entwickelt hat.

Ein eindrucksvolles Beispiel für die dynamische Entwicklung der Gastronomie liefert die Familie Göttl aus Feuerbach. Julius und Max Göttl sind zwei Brüder, die ihr gastronomisches Erbe in der Region mit Herz und Verstand weiterführen. Julius fungiert als Küchenchef, während Max, ein Quereinsteiger aus der Informatik, die Rolle des Restaurantleiters übernommen hat. Ihre Zusammenarbeit zeichnet sich durch offene Kommunikation und schnelle Konsensfindung aus, was in der Gastronomie ein entscheidender Vorteil ist. Ergänzend zu ihrer alltäglichen Arbeit unterstützt ihr Vater Paul Göttl die Familie, indem er regelmäßig in der Küche aushilft.Krzbb berichtet, dass die gastronomische Tradition der Familie bis ins Jahr 1902 zurückreicht, als die Urgroßmutter den Gasthof Zum Goldenen Hahnen betrieb.

Die Entwicklung der Gastronomie in der Familie Göttl

Die Brüder Göttl haben während der Pandemie das Restaurant Treber und Trester übernommen und mussten sich rasch an die neuen Gegebenheiten anpassen. Ihre Speisekarte wechselt wöchentlich und bietet kreative Gerichte, inspiriert von verschiedenen Weltküchen. Zusätzlich bereichern sie ihre Erzeugnisse mit selbstgebrautem Bier, Wein aus dem eigenen Weinberg und selbstgebackenem Brot. Die Familie legt großen Wert auf Optimismus und ist stets offen für neue Ideen, um die Gastronomie spannend zu gestalten.

Diese Traditionsbewusstheit und Innovationsfreude erinnert an andere bemerkenswerte Gastronomieprojekte in Deutschland. Ein weiteres Beispiel ist der Gasthof zur Traube von Karin und Peter Thoma in Fischach. Ihre Tochter Hannah hat die Abschlussprüfung zur Köchin als Jahrgangsbeste im Jahr 2025 in Schwaben bestanden, was nicht nur die Individualleistung, sondern auch die Familientradition unterstreicht, die seit vier Generationen besteht. Hierbei geht es um Gastfreundschaft, handwerkliches Können und die Leidenschaft für gutes Essen, was den Erfolg der Familie Thoma belegt.Augsburger Allgemeine hebt hervor, dass Hannahs Auszeichnung über den Familienbetrieb hinaus Anerkennung findet.

Ein Blick in die Zukunft

Die Gastronomie wird weiterhin eng mit dem Thema Nachhaltigkeit verknüpft sein. Verbraucher fordern zunehmend mehr Engagement für Umweltschutz und Tierwohl. In diesem Zusammenhang erreichen auch die Ausbildungszahlen einen kritischen Punkt. Trotz der Abnahme in vielen Ausbildungsbereichen bleibt der Beruf des Kochs mit rund 15.300 Auszubildenden im Jahr 2023 ein beliebter Einstiegsberuf. Hier wird der Fortbestand der Tradition in der Gastronomie deutlich, aber auch die Notwendigkeit eines Wandels und der Anpassung an die modernen Anforderungen und geschmacklichen Präferenzen der Menschen.

Die Veranstaltung zum Thema „Family Business in der Gastronomie“, die am 25. Februar 2026 in Stuttgart stattfindet, bietet eine Plattform, um diese Herausforderungen und Perspektiven zu diskutieren. Die Zukunft der Gastronomie wird demnach von Familienbetrieben wie den Göttls und Thomas, die traditionelle Werte mit Innovation verbinden, maßgeblich geprägt.