Der Gemeinderat der Stadt Fellbach hat in einer jüngsten Sitzung einem zweiten Sparpaket zugestimmt, das auf die dringenden finanziellen Schwierigkeiten der Stadt reagiert. Oberbürgermeisterin Gabriele Zull erklärte, dass diese Maßnahmen unvermeidlich seien, um den Etat zu sanieren, doch sie betonte, dass die Haushaltskonsolidierung erhebliche Kraft koste und für viele schmerzhaft sei. „Niemand wünscht sich solche Einsparungen“, so Zull in der Diskussion, die von intensiven Überlegungen und möglichen Veränderungen geprägt war. Die Maßnahmen umfassen mehrere bedeutende Bereiche, die das alltägliche Leben in Fellbach betreffen werden, wie zvw.de berichtet.
Die Stadtverwaltung plant drastische Einsparungen in Höhe von über sechs Millionen Euro. Dazu zählen unter anderem die Verlängerung der Reinigungsintervalle in Schulen sowie die Absenkung der Heizungstemperaturen in Sporthallen. Diese Maßnahmen sind darauf ausgelegt, die laufenden Kosten zu senken und so die angespannten finanziellen Verhältnisse zu entspannen. Auch die Öffnungszeiten von Einrichtungen wie der Stadtbibliothek und dem i-Punkt werden eingeschränkt, um weitere Einsparungen zu erzielen. „Man wird das in der Stadt sehen“, prognostiziert die Oberbürgermeisterin, die auch anmerkte, dass manche große Bauprojekte nicht weiter verfolgt werden können, wie in einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten ausführlich dargelegt wird.
Geplante Einsparungen im Detail
Die Sparmaßnahmen betreffen eine Vielzahl von Bereichen, die für die Stadt und ihre Bürger von großer Bedeutung sind. Bei der Grünpflege wird auf pflegeleichte Bodendecker gesetzt, um Kosten von 240.000 Euro zu sparen. Zudem werden neue Bäume zukünftig nur noch durch Fördergelder finanziert. Auch in der Kinderbetreuung stehen Einsparungen an: Die Öffnungszeiten sollen im Ganztagsbereich auf maximal 40 Stunden pro Woche reduziert werden. Diese Anpassungen sind notwendig, da der jährliche Defizit in der Kinderbetreuung bei 24 Millionen Euro liegt.
In der Sitzung des Gemeinderates wird auch über einen Besetzungsstopp für frei werdende Stellen in der Verwaltung diskutiert, um die Kosten weiter zu senken. Der anhaltende Druck auf die Haushaltskonsolidierung ist nicht nur das Ergebnis interner Herausforderungen, sondern auch eine Reaktion auf externe Faktoren wie steigende Ausgaben, stagnierende Einnahmen und die Auswirkungen von Krisen, darunter die Pandemie und Energieknappheit, wie die KGSt erläutert. Eine solche Situation erfordert flexible Anpassungen in der Haushaltsplanung.
Zukunftsperspektiven und Herausforderungen
Die vorgesehenen Einsparungen kommen in einem Kontext, in dem viele Kommunen in Deutschland unter ähnlichen finanziellen Engpässen leiden. Der politische und gesellschaftliche Widerstand gegen Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung erschwert oft die Umsetzung solcher Pläne. Gleichzeitig müssen die Kommunen jedoch hochwertige Leistungen für ihre Bürger aufrechterhalten, während sie den steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit und Digitalisierung begegnen.
Insgesamt stehen die Verantwortlichen in Fellbach vor der Herausforderung, dass sie die aktuellen finanziellen Probleme mit einem strategischen Ansatz angehen, der sowohl kurzfristige als auch langfristige Lösungen berücksichtigt. Gespräche mit Schulleitungen sollen klären, wo weitere Einsparungen bei der Schulreinigung möglich sind. Der bevorstehende Bericht von KGSt wird fallweise Lösungen und praktikable Ansätze darstellen, um ähnliche Probleme in der Zukunft zu vermeiden.