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Heute ist der 12.02.2026, und in Stuttgart-Süd beginnt die Fasnet in Hofen mit einem bunten Treiben. Am Schmotzigen Donnerstag, dem 12. Februar, wird die Fasnet mit der Schülerbefreiung um 10.30 Uhr und dem Hemdglonker-Umzug um 18 Uhr eröffnet. Diese Veranstaltungen sind der Auftakt zu einer Reihe von Feierlichkeiten, die bis zum Höhepunkt der Fasnet am Faschingsdienstag, dem 17. Februar, andauern.

Der große Brauchtums- und Maskenumzug, der um 13 Uhr startet, verspricht ein wahres Spektakel zu werden. Rund 80 Gruppen mit etwa 2000 aktiven Teilnehmern werden erwartet. Angeführt wird der Umzug von den Scillamännle, die in ihren charakteristischen grünen und blauen Lindenholzmasken auftreten. Diese Masken, die einen freundlichen, aber auch knitz dreinblickenden Ausdruck haben, sind aus Lindenholz geschnitzt und werden von einem Kopftuch in den Farben dunkelblau, hellblau und violett umrahmt. Der Name „Scillamännle“ bezieht sich auf den Blaustern, der im nahegelegenen Scillawald blüht und unter Naturschutz steht.

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Traditionen und Veranstaltungen

Die Fasnet in Hofen ist tief in der Tradition verwurzelt, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Die Narrenzunft der Scillamännle, die seit 41 Jahren für die Fasnet-Zeremonien verantwortlich ist, wurde 1985 gegründet und trat erstmals öffentlich auf. Ihre Mitglieder sind stolz auf die Tradition, die das Häs aus einem „Plätzlesgewand“ in zwei Grüntönen umfasst, das die Staude der Scilla symbolisiert. Jeder Hästräger muss dieses Gewand selbst nähen, was die Verbundenheit zur Natur und zur Tradition unterstreicht.

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Zu den weiteren Veranstaltungen während der Fasnet gehören der Kinderfasching in der Turnhalle am 14. Februar ab 15 Uhr, die Stürmung des Bezirksrathauses am 16. Februar um 13.30 Uhr und die RoMo-Party am gleichen Abend ab 19 Uhr (Eintritt 10 Euro). Am 17. Februar wird der große Umzug um 13 Uhr gefeiert, und der Einlass kostet 3 Euro. Für die Bewirtung sorgen die Hogamale Bar und das „Narrendorf“, die ab 10 Uhr bzw. 11 Uhr geöffnet sind. Karten für die Veranstaltungen sind im Vorverkauf bei verschiedenen lokalen Geschäften erhältlich.

Die Scillamännle und ihre Symbolik

Die Scillamännle sind nicht nur eine Masken- und Brauchtumsgruppe, sondern auch ein Symbol für Naturverbundenheit und Bodenständigkeit. Ihre Figur, das Greadeffele, ist ein verwunschenes Burgfräulein, das wegen ihrer Hartherzigkeit bestraft wurde. Der Name „Greadeffele“ bedeutet „grüner Pantoffel“ und verweist auf die grünen Schuhe, die zur Tracht gehören. Die Gruppe wird ergänzt durch die Tanzgarde und Nachwuchsgruppen wie die Scillazwiebeln und Scillaknospen, die die Tradition lebendig halten.

Die Schwäbisch-alemannische Fastnacht, zu der auch die Fasnet in Hofen gehört, ist eine wichtige kulturelle Tradition in Südwestdeutschland. Sie zeichnet sich durch die Vermummung der Teilnehmer mit „Larven“ (Masken) aus Holz, Stoff oder anderen Materialien aus. Diese Tradition hat sich seit dem frühen 20. Jahrhundert weiterentwickelt und wurde im Dezember 2014 in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Die Fastnacht ist nicht nur ein Fest der Freude, sondern auch eine Zeit der Besinnung und des Rückblicks auf die Traditionen des Mittelalters und der Frühneuzeit.

Für weitere Informationen über die Fasnet in Hofen und die Scillamännle besuchen Sie bitte die Stuttgarter Zeitung oder die Landesanstalt für Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Für eine tiefere Einordnung der Fastnachtstraditionen in Deutschland bietet sich ein Blick in die Wikipedia-Seite zur Schwäbisch-alemannischen Fastnacht an.