Am 15. Februar 2026 fand in Waiblingen, im Rems-Murr-Kreis, ein lebhaftes Faschingsfest statt, das trotz widriger Wetterbedingungen Tausende von Narren anzog. Der Umzug verwandelte die Innenstadt in ein buntes Spektakel, wo Teilnehmer und Zuschauer gemeinsam in ausgelassener Stimmung feierten. Die fröhliche Atmosphäre wurde selbst vom Regen und der Kälte nicht getrübt, und die Zuschauer jubelten den über 2000 Teilnehmern zu, die sich in 76 Gruppen zusammengefunden hatten.
Besonders die „Axolotl-Bande“ stach heraus, die mit ihrer wummernden Beatbox und einem Bollerwagen durch die Straßen zog. Die längste Anreise hatten die Breisgauer Castrum Hexen, die sich aus Freiburg aufmachten, um an diesem Fest teilzunehmen. Der Umzug erstreckte sich vom Stadtgraben über die Fronackerstraße bis zum Rathaus. Auch wenn an diesem Tag weniger Zuschauer als bei schönem Wetter, wo oft zwischen 7000 und 10.000 Menschen kommen, anwesend waren, war die Begeisterung ungebrochen.
Bunte Kostüme und kreative Gruppen
Die Vielfalt der teilnehmenden Gruppen spiegelte sich auch in den kreativen Kostümen wider. Von traditionellen Hexen und Teufeln bis hin zu ausgefallenen modernen Verkleidungen war alles dabei. Eine besondere Erwähnung verdient Irmi Lenz, eine Seniorin, die als ZZ Top-Lady verkleidet war und früher bei einer Guggenmusik-Gruppe spielte. Die Narren sorgten für Schabernack, indem sie den Zuschauern spielerisch Schuhbändel oder Haargummis mopsen.
Vertreten waren zahlreiche Faschingsvereine, darunter die Waiblinger Karneval Gesellschaft e.V., die 1. Waiblinger Faschingsgesellschaft e.V., und viele weitere Gruppen wie die Narrenzunft Hohenacker Waldhexen e.V., die Bittenfelder Mosthexen e.V. und die Freiburger Weiherhexen mit Teufel e.V. Diese bunte Mischung an Vereinen und Gruppen sorgt für ein vielfältiges und unterhaltsames Programm, das die Tradition des Faschings in Waiblingen lebendig hält. Der Umzug ist nicht nur ein Fest der Freude, sondern auch eine Möglichkeit für die Gemeinschaft, zusammenzukommen und die kulturellen Traditionen zu feiern.
Kulturelle Bedeutung des Faschings
Fasching, Karneval und Fastnacht sind festliche Zeiten, die mit bunten Kostümen und Umzügen gefeiert werden. Die Ursprünge dieser Traditionen reichen weit zurück zu heidnischen Bräuchen und religiösen Ritualen vor der Fastenzeit. In Deutschland gibt es dabei regionale Unterschiede, die den jeweiligen Feierlichkeiten ihren eigenen Charakter verleihen. So ist der Kölner Karneval bekannt für das Dreigestirn und den Rosenmontagszug, während die Mainzer Fastnacht für politische Satire steht. Auch in Waiblingen wird diese kulturelle Vielfalt gepflegt und zur Schau gestellt.
Umzüge sind zentrale Veranstaltungen, die Musik, Tanz und Süßigkeiten (Kamelle) bieten und das Gemeinschaftsgefühl stärken. Kulinarische Spezialitäten wie Krapfen und Berliner runden das Erlebnis ab. Diese Feste fördern nicht nur den Zusammenhalt in der Gemeinde, sondern haben auch eine wirtschaftliche Bedeutung durch den Tourismus und die lokale Handwerkskunst. Fasching bleibt somit ein wichtiges Element der deutschen Kultur, das Traditionen bewahrt und gleichzeitig Raum für kreativen Ausdruck schafft.
Für weitere Informationen zu diesen Traditionen und deren Bedeutung können Sie das Narrenlexikon besuchen, wo über 100 Begriffe und regionale Besonderheiten des Brauchtums erklärt werden.
Für mehr Einblicke in den Waiblinger Umzug und die teilnehmenden Gruppen, besuchen Sie auch die Seite der Waiblinger Faschingsgesellschaft.
Für eine detaillierte Berichterstattung über die Feierlichkeiten lesen Sie den Artikel in den Stuttgarter Nachrichten.