In Herrenberg stehen Fällarbeiten an Bäumen zwischen Herrenberg-Kuppingen und Sulz am Eck an. Diese Rodungsmaßnahmen sind für Februar 2026 geplant und erfolgen außerhalb der Vogelbrutsaison. Das Ziel der Rodung ist die Vorbereitung für eine neue Radwegeverbindung, die parallel zur Landesstraße 1358 verlaufen soll. Diese Maßnahme wird Teil eines größeren Plans zur Verbesserung der Radinfrastruktur in der Region, um das bestehende Radwegenetz in Sulz in Richtung Kuppingen und Oberjesingen zu vervollständigen. Konkret werden zwei Bäume und Gehölze am Waldrand gefällt, was Verkehrsbehinderungen zur Folge haben könnte. Die Stadtverwaltung hat bereits angekündigt, als Ausgleich für die Rodung eine Ersatzaufforstung in der näheren Umgebung zu planen. Die Arbeiten werden in Abstimmung mit der Stadt Herrenberg durch das Forstrevier Haslach durchgeführt. Weitere Informationen zu den Fällarbeiten finden Sie in einem Artikel der Esslinger Zeitung.
Ein Schritt zur Verbesserung der Radinfrastruktur
Die Rodung der Bäume ist Teil eines umfangreichen Radverkehrsplans, der darauf abzielt, den Fahrradanteil in Herrenberg von aktuell nur 11% auf 15% bis Ende 2023 zu steigern. Derzeit nutzen lediglich 11% der Herrenberger das Fahrrad im Alltag, was sich vor allem auf eine unzureichende Infrastruktur zurückführen lässt. Schätzungen zufolge werden mit der neuen Radwegeverbindung pro Tag rund 5000 Radnutzungen erwartet. Besonders angesprochen werden sollen die circa 60% der Bevölkerung, die Interesse am Radfahren haben, jedoch aufgrund der bestehenden Lücken im Radwegenetz nicht fahren. Geplant sind insgesamt 181 Maßnahmen, die die Radinfrastruktur verbessern sollen, darunter die Schließung bestehender Lücken und der Aufbau eines Rad-Innenstadtrings, der eine sichere Verbindung zur Innenstadt bietet.
Nachhaltigkeit im Fokus
Die Sensibilität für nachhaltige Mobilität und der Umstieg auf das Fahrrad als umweltfreundliche Alternative zum Pkw nehmen zu. Der Ausbau des Radverkehrs wird durch die Verbreitung von E-Bikes und (E-)Lastenrädern unterstützt. Dies wird auch von der Veröffentlichung „Radverkehr in Deutschland – Zahlen, Daten, Fakten“ reflektiert, die in den kommenden Jahren durch aktuelle Konzepte und hohe Förderungen von Bund und Ländern ergänzt wird. Ein Ziel dieser Projekte ist es, die Verkehrsleistung durch die Analyse der Radverkehrssituation zu verdoppeln. Die Ergebnisse sollen nicht nur auf Landes- und regionaler Ebene, sondern auch für unterschiedliche siedlungsstrukturelle Raumtypen dargestellt werden.
Die Baubürgermeisterin Susanne Schreiber hat die Notwendigkeit eines lückenlosen und sicheren Radwegenetzes betont. Um die Bürger über die geplanten Maßnahmen zu informieren, ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe in den kommenden Wochen vorgesehen. Diese Initiativen könnten dazu beitragen, das Radfahren in Herrenberg deutlich attraktiver zu machen und somit eine umweltfreundliche Mobilität zu fördern. Weitere Details zu den geplanten Maßnahmen finden Sie in einem Artikel der Stuttgarter Nachrichten.