In Stuttgart startet am 5. Februar 2026 die Veranstaltungsreihe „Gib dein’ Senf dazu“, die speziell für Erstwähler konzipiert wurde. Unter der Organisation der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft (stjg) und unterstützt von der Baden-Württemberg-Stiftung zielt die Initiative darauf ab, Demokratiebildung auf unterhaltsame Weise zu fördern. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl am 8. März 2026, bei der 16- und 17-Jährige erstmals ihre Stimme abgeben können, ist der zeitliche Rahmen besonders relevant.

Die Tour macht Halt in neun Jugendhäusern in Stuttgart und bietet verschiedene interaktive Formate an. Dazu gehören ein Debatten-Buzzerspiel, ein Thesenautomat sowie ein BW-Wahl-Quiz, die alle darauf abzielen, das politische Wissen der Jugendlichen spielerisch zu erweitern. Eine kreative Aktion namens „Mal dein Wahlplakat“ ermutigt die Teilnehmenden, eigene politische Botschaften zu gestalten. Ein innovatives Highlight ist der mobile Escape-Room „S.O.S. Mobil“, der die Teilnehmenden herausfordert, einen Angriff auf die Demokratie abzuwehren.

Veranstaltungstermine und -orte

Die Veranstaltungstermine sind wie folgt:

  • 5. Februar: Kinder- und Jugendhaus Obertürkheim, 16-19 Uhr
  • 6. Februar: Jugendhaus Möhringen, 17:30-20 Uhr
  • 12. Februar: Kinder- und Jugendhaus Lauchhau, 16-20 Uhr
  • 13. Februar: Jugendhaus West, 16-20 Uhr
  • 20. Februar: Pop-up-Jugendtreff, 17-20 Uhr
  • 26. Februar: Kinder- und Jugendhaus Neugereut, 16-20 Uhr
  • 27. Februar: Kinder- und Jugendhaus Feuerbach, 16-20 Uhr
  • 5. März: Kinder- und Jugendhaus Nord, 16-20 Uhr
  • 6. März: Kinder- und Jugendhaus Hallschlag, 15-19 Uhr

Weitere Informationen sind auf der Webseite www.deine-wahl.net verfügbar.

Bedeutung moderner Medien in der politischen Bildung

Zusätzlich zur praktischen Erfahrungen nutzt die Veranstaltung auch moderne Medienformate, die in der politischen Bildung an Bedeutung gewinnen. So bezieht sich eine aktuelle Studie darauf, dass 72% der 16-30-Jährigen ihr politisches Wissen hauptsächlich über Videoformate beziehen. Diese visuellen Inhalte können komplexe Themen verständlich aufbereiten und erhöhen die Behaltensleistung um bis zu 65%. Für Bildungseinrichtungen und politische Stiftungen bedeutet dies, dass sie unter Druck stehen, ihre Inhalte zeitgemäß zu gestalten, um die junge Zielgruppe effektiv zu erreichen.

Insbesondere interaktive Videoformate fördern aktives Lernen und steigern die Effektivität gegenüber linearen Videos. Die Möglichkeit, persönliche Geschichten und emotionale Zugänge zu politischen Themen in solchen Formaten darzustellen, hat sich als wertvoll erwiesen, insbesondere wenn es darum geht, junge Menschen zur demokratischen Teilhabe zu ermutigen, wie die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung in ihren Veröffentlichungen betont.

Diese Wechselwirkungen zwischen kreativen Formaten und den Bedürfnissen der jungen Wählerschaft spiegeln sich auch in den aktuellen Bestrebungen wider, eine kooperative Demokratiebildung zu stärken. Die Stiftung bietet Unterstützung, Ressourcen und Anleitungen zur Weiterentwicklung demokratischer Projekte und setzt sich dafür ein, die Qualität der Demokratiebildung zu erhöhen. Ihr Reflexionstool ist besonders darauf ausgerichtet, Bildungsträger in ihrer Arbeit zu begleiten und innovative Ansätze zu fördern.

Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl und der damit verbundenen Möglichkeit für eine neue Generation von Wählerinnen und Wählern, ihre Stimme zu erheben, stellt dieses Angebot einen wertvollen Beitrag zur politischen Bildung in Stuttgart dar. Es unterstützt nicht nur das Verständnis für komplexe demokratische Prozesse, sondern schafft auch Raum für aktive Teilnahme und kreativen Ausdruck.