In Stuttgart wurden am Freitag, dem 3. Februar 2026, zwei Frauen Opfer sexueller Belästigung. Die Vorfälle ereigneten sich an verschiedenen Orten und wecken ernsthafte Besorgnis über die Sicherheit im öffentlichen Raum. Ein erster Vorfall wurde gegen 7:45 Uhr an der Stadtbahnhaltestelle Stadtmitte gemeldet, als eine 33-Jährige von einem unbekannten Mann unsittlich berührt wurde. Der Täter wird als etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß beschrieben und hat eine dunkle Hautfarbe sowie dunkle lockige Haare. Er war mit einer schwarzen Winterjacke, einer beigefarbenen Jogginghose und schwarzen Turnschuhen bekleidet. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Nummer 0711/89903300 zu melden, um weitere Hinweise zu liefern und den Täter zu identifizieren. Stuttgarter Nachrichten berichtet über diese alarmierenden Ereignisse.
Der zweite Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Freitag, gegen 0:15 Uhr, an der Stadtbahnhaltestelle Hallschlag. Eine 22-jährige Frau wurde in der Nähe der Rostocker Straße von einem unbekannten Mann angesprochen und verfolgt. Der Täter entblößte sich vor der Frau und zeigte sein Glied. Für diesen Fall sucht die Polizei ebenfalls nach Zeugen und bittet, Hinweise unter 0711/89903100 zu melden. Solche sexuellen Belästigungen im öffentlichen Raum werfen ein beunruhigendes Licht auf die Sicherheit der Frauen in Stuttgart. Inside BW hebt die Wichtigkeit der Zeugenmeldung hervor.
Ein Anstieg der Sexualdelikte
Diese Vorfälle sind Teil eines besorgniserregenden Trends, denn die Zahl der erfassten Sexualdelikte in Deutschland steigt seit Jahren. Das Bundeskriminalamt (BKA) berichtete, dass 2024 ein Höchststand von rund 128.000 Fällen erreicht wurde. Die Gründe für diesen Anstieg sind vielfältig. So können eine erhöhte Sensibilität und Anzeigebereitschaft der Bevölkerung als mögliche Faktoren genannt werden. Dennoch wird auch ein hohes Dunkelfeld unerfasster Fälle vermutet, da viele Opfer traumatisiert oder eingeschüchtert sind, um die Taten zu melden. Oft haben Frauen Angst vor Schuldvorwürfen. Statista weist darauf hin, dass rund 91 Prozent der Opfer von Sexualstraftaten weiblich sind. Besonders stark betroffen sind jugendliche und junge Frauen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren.
Die Vorfälle in Stuttgart verdeutlichen die Notwendigkeit eines umfassenden Ansatzes zur Bekämpfung von sexualisierter Gewalt. Neben polizeilichen Maßnahmen ist es wichtig, gesellschaftliche Denkmuster, die solche Taten begünstigen, aktiv zu hinterfragen und zurückzudrängen. Nur so kann eine sicherere Umgebung für alle Frauen geschaffen werden.