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Vor 50 Jahren, genauer gesagt 1979, erlebten fünf Freunde ein Abenteuer, das bis heute in Stuttgart für Gesprächsstoff sorgt. Diese fünf jungen Entdecker, Schüler des Königin-Katharinen-Stifts, stießen auf die legendären Bopserhöhlen in Stuttgart. Der damals 13-jährige Michael Huiss erinnert sich noch lebhaft an die aufregenden Stunden, die sie in den dunklen Gängen der Höhlen verbrachten. Doch die Entdeckung war nicht ohne Risiko. Die Stadt Stuttgart hat die Bopserhöhlen Ende 2022 aus Sicherheitsgründen verfüllt, da sie durch Wassereinbrüche einsturzgefährdet waren.

Die Bopserhöhlen sind mehrere Hundert Jahre alt und haben keinen natürlichen Ursprung. Sie wurden 1939 während Straßenbauarbeiten wiederentdeckt, gerieten jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg in Vergessenheit, bis die fünf Jungen im Jahr 1979 auf ihren Zugang stießen. Dieser befand sich in einem Garten der Studentenverbindung Borussia und war eine 80 cm dicke Röhre, die in den Untergrund führte. Die Röhre war Teil einer Entwässerungsanlage, die während des Krieges installiert wurde. Aufgeregt unternahmen die Jungen eine zweite Erkundung mit einem Schlauchboot, Seil und Feuerzeug. In der Höhle fanden sie einen großen Hohlraum, der teilweise mit Wasser gefüllt war, sowie einen zugemauerten Eingang. Ihr Aufenthalt war jedoch kurz, da das Boot ein Loch hatte. Nach dieser spannenden Expedition durften die Jungen nie wieder in die Höhle zurückkehren. Weitere Details zu diesem aufregenden Abenteuer sind in einem Artikel der Stuttgarter Nachrichten nachzulesen.

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Die Geschichte der Bopserhöhlen

Der Flurname „Bopzer“ wurde bereits 1436 erstmals erwähnt, was auf eine lange Geschichte dieses Gebiets hinweist. Die Erhebung Bopser, auf der der Stuttgarter Fernsehturm steht, ist nicht nur geologisch interessant, sondern war auch Teil einer alten Römerstraße, die vom Kastell in Köngen in Richtung Pragsattel führte. Diese historische Verbindung gibt den Bopserhöhlen und der Umgebung einen besonderen kulturellen Kontext.

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Ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte der Bopserregion war die Entdeckung der Bopserquelle im Jahr 1762, die als wohlschmeckend und heilkräftig galt. Diese Quelle wurde 1822 mit Steinquadern eingefasst und führte zur ersten öffentlichen Grünanlage Stuttgarts. Im Laufe der Jahre entstanden um die Bopserquelle verschiedene Einrichtungen, darunter eine hölzerne Trinkhalle im antiken Tempelstil im Jahr 1840, die später durch einen gußeisernen Pavillon ersetzt wurde. Auch der Pavillon selbst erlebte 1939 eine Umgestaltung, als er durch eine steinerne Brunnenschale aus Travertin ersetzt wurde, aus der heute Leitungswasser fließt. Mehr Informationen zur Geschichte der Bopserregion sind auf der Webseite Stuttgart Süd erhältlich.

Geographische und kulturelle Einordnung

Die Bopserhöhlen liegen in einer geologisch vielfältigen Region. Die Erhebung Bopser selbst hat eine Höhe von 485,5 m und ist Teil des Stadtbezirks Süd in Stuttgart. Umgeben von den Stadtbezirken Birkach, Degerloch, Ost, Sillenbuch und Süd, bietet der Bopser einige interessante Sehenswürdigkeiten, darunter den Stuttgarter Fernsehturm und das Sportzentrum Waldau.

Die Umgebung des Bopsers ist auch von zahlreichen Waldgebieten geprägt, wie dem Armenkastenwald und dem Hospitalwald. Diese Naturflächen bieten nicht nur einen Erholungsraum für die Stuttgarter Bevölkerung, sondern sind auch Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Die geologische Zusammensetzung der Region umfasst Filderlehm, Lias, Gipskeuper und Mergel, was die Landschaft zusätzlich interessant macht. Informationen über die geographischen Gegebenheiten der Bopserregion finden sich auf Wikipedia.