Die Modernisierung des Bahnhofs Walheim hat am 6. Februar 2026 begonnen. Mit einem Investitionsvolumen von rund 6,5 Millionen Euro soll die Verkehrsstation vollständig erneuert werden, um Barrierefreiheit und höheren Komfort zu gewährleisten. Die Finanzierung teilen sich die Deutsche Bahn (DB) InfraGO mit 4,4 Millionen Euro, das Land Baden-Württemberg mit 1,8 Millionen Euro sowie die Kommune Walheim, die 270.000 Euro beisteuert. Eisenbahn.de berichtet, dass die ersten Schritte der Arbeiten bereits in vollem Gange sind.
Im Rahmen der Renovierung werden die beiden Bahnsteige an Gleis 1 und 2 neugebaut. Diese werden eine Nutzlänge von 220 Metern und eine Höhe von 76 Zentimetern über Schienenoberkante aufweisen, um einen stufenfreien Einstieg zu ermöglichen. Ein barrierefreier Zugang zu den Bahnsteigen wird von beiden Seiten sichergestellt. Die gesamte Bahnsteigausstattung wird zudem erneuert, was den Einbau einer modernen Beleuchtungsanlage sowie von drei neuen Wetterschutzhäusern und zusätzlichen Sitzgelegenheiten einschließt. Auch ein taktiles Leitsystem für sehbehinderte Menschen wird installiert. Die Deutsche Bahn hebt hervor, dass die Bauarbeiten in mehreren Phasen durchgeführt werden.
Baustellenzeitraum und Verkehrseinschränkungen
Die Arbeiten am Bahnsteig 1 sollen bis Anfang April 2026 abgeschlossen sein. Darauf folgt die Modernisierung des zweiten Bahnsteigs, die im Oktober 2026 beginnen und im Dezember desselben Jahres abgeschlossen werden soll. Während der ersten Bauphase kommt es zu Einschränkungen im Zugverkehr. So entfallen die Linien MEX 12 und MEX 18 zwischen Bietigheim-Bissingen und Lauffen (Neckar), die durch Busse ersetzt werden. Der Regionalexpress RE 8 bleibt von den Änderungen unberührt und wird zusätzlich in Lauffen halten. Es sind keine Nachtarbeiten vorgesehen, um die Anwohner möglichst wenig zu belasten.
Die Örtlichkeit wird durch eine sorgfältige Planung berücksichtigt. Bereits am 19. Februar 2026 beginnen die Erdarbeiten. Zudem werden im Vorfeld Vegetationsarbeiten und die Baustelleneinrichtung realisiert. Dieses umfassende Projekt reflektiert das Zielbild der DB InfraGO, welches die gesamte Bahnhofsinfrastruktur optimieren und an die modernen Bedürfnisse der Reisenden anpassen möchte.
Die Initiative zielt darauf ab, rund 20 Millionen Gäste täglich an den Bahnhöfen besser zu bedienen und den in den letzten Jahrzehnten herrschenden Investitionsrückstand aufzulösen. Das Konzept des „Zukunftsbahnhofs“ strebt eine ganzheitliche Entwicklung an, die nicht nur die Bahnsteige, sondern auch Empfangsgebäude und Vorplätze in die Planung einbezieht. Dadurch sollen mehr Menschen für die Schiene begeistert werden.