In der Stadt Marbach am Neckar wird derzeit ein spannendes Projekt geplant, das sowohl Fußgängern als auch Radfahrern zugutekommt: Der Bau einer Brücke über die L1100 an der Oehlerkreuzung. Diese Brücke soll eine sichere und attraktive Verbindung zwischen der Altstadt, dem Neckarufer und den zukünftigen Gartenschauflächen schaffen. Die Stadtverwaltung hat dieses Vorhaben ins Leben gerufen, um die Verkehrssicherheit und die Infrastruktur für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer zu verbessern.

Am 9. Februar 2026 trafen sich Landtagsabgeordnete und Bürgermeister in Stuttgart, um über die L1100 und die anstehende Gartenschau 2033 zu beraten. Während das Regierungspräsidium Stuttgart eine Unterführung bevorzugt, spricht sich die Stadt Marbach für die Überführung aus. Eine Machbarkeitsstudie hat bereits Brückenvarianten geprüft und die Notwendigkeit einer Überführung anhand von Verkehrszahlen untermauert. Bürgermeister Jan Trost hebt hervor, wie wichtig diese Maßnahme für die Stadtentwicklung und eine nachhaltige Verkehrsinfrastruktur ist.

Kooperation für die Gartenschau 2033

Die Gartenschau 2033 wird in der Region als große Chance wahrgenommen, um den öffentlichen Raum aufzuwerten. Rund 250 Bürgerinnen und Bürger nahmen am 19. Mai 2025 an der Vorstellung des Rahmenplans zur Gartenschau im Benninger Bürgerhaus Kelter teil, was von Bürgermeister Klaus Warthon als überwältigend bezeichnet wurde. Gemeinsam mit Marbacher Bürgermeister Jan Trost, Stadtplaner Janus Baldermann und Projektkoordinatorin Dr. Annette Fiss wurde der Rahmenplan präsentiert, der die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Benningen und Marbach weiter vorantreibt.

Das Motto der Gartenschau lautet „Natürlich. Miteinander.“ und umfasst zahlreiche geplante Maßnahmen, darunter den zweiten Neckarsteg, der das Marbacher Ufer nördlich des Naturschutzgebiets Fischerwert erschließen soll. Dieser Steg soll die bestehende Fahrrad- und Fußgängerbrücke zwischen Benningen und Marbach entlasten. In Marbach sind insgesamt 24 Maßnahmen in vier Zonen geplant, die darauf abzielen, einen bleibenden Mehrwert für Mensch und Natur zu schaffen sowie die Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern.

Ein Erlebnisraum für alle Generationen

Ein weiteres Highlight des Projekts ist der geplante Abenteuerspielplatz entlang der L1100, initiiert von Gerhard Rall von Hainbuch GmbH. Dieser Spielplatz soll einen Erlebnisraum schaffen, der Generationen zusammenbringt und Raum für Bewegung und Abenteuer bietet. Bürgermeister Klaus Warthon und Jan Trost betonen die Bedeutung der Gartenschau 2033 als Jahrhundertchance, die in enger Zusammenarbeit mit dem Land Baden-Württemberg realisiert werden soll. Der Rahmenplan wird Anfang Juni 2025 den Gemeinderäten in Benningen und Marbach zur Beschlussfassung vorgelegt, bevor ein Freiraumwettbewerb zur Entwicklung konkreter Entwürfe vorbereitet wird.

Die Gartenschau hat auch eine überregionale Bedeutung. Ähnlich wie die Bundesgartenschau (BUGA) 2033 in Dresden, die als entscheidendes Momentum für die städtische Transformation gilt, wird die Gartenschau in der Region Marbach und Benningen langfristige Veränderungen bewirken. Der Fokus liegt auf Klimakompetenz, Gemeinschaft und Naturschutz, um eine dauerhafte Infrastruktur für zukünftige Generationen zu schaffen. Diese Initiativen verbinden Vergangenheit und Zukunft, indem sie eine Erinnerungskultur fördern und den öffentlichen Raum nachhaltig gestalten.

Für alle Beteiligten sind die geplanten Maßnahmen ein Schritt in die richtige Richtung, um sowohl die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen als auch die Natur zu schützen und zu fördern. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Städten und dem Land zeigt, wie wichtig es ist, gemeinsame Ziele zu verfolgen und innovative Lösungen zu finden.

Für weitere Informationen zu den Plänen und Entwicklungen können Sie die vollständige Quelle [hier](Stuttgarter Nachrichten) und [hier](Gartenschau 2033) einsehen.