Am Montagvormittag, dem 3. Februar 2026, wurde die Polizei in Nürtingen, Kreis Esslingen, aufgrund eines Brandes in einer Gemeinschaftsunterkunft im Marbachweg alarmiert. Um etwa 9 Uhr bemerkten Bewohner der Unterkunft einen auffälligen Rauchgeruch und alarmierten sofort die Einsatzkräfte. Der Brandort wurde schnell identifiziert: Das Feuer war im ersten Stock vor einer Zimmertür entstanden.
Die ersten Löschmaßnahmen wurden von der Polizei eingeleitet, die einen Feuerlöscher einsetzte. Kurz darauf übernahm die Feuerwehr, die das Feuer schnell unter Kontrolle brachte. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs befand sich jedoch niemand im betroffenen Zimmer, sodass glücklicherweise keine Verletzten zu beklagen waren. Der geschätzte Sachschaden beträgt etwa 500 Euro.
Festnahme des Verdächtigen
Ein 36-jähriger Mann, der als mutmaßlicher Brandstifter gilt, wurde noch am Brandort festgenommen. Der Beschuldigte, ein syrischer Staatsangehöriger, war erheblich alkoholisert und vorbestraft. Vor dem Ausbruch des Feuers hatte es einen Streit zwischen ihm und dem Bewohner des Zimmers gegeben. Es wird von einem Verdacht auf schwere Brandstiftung ausgegangen, da der Mann ein Möbelstück vor die Tür geschoben hatte, um das Feuer zu legen, wie Presseportal berichtet.
Nach seiner Festnahme wurde der Beschuldigte am Dienstvormittag dem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt, der einen Unterbringungsbefehl erließ. Der Mann wurde daraufhin in die forensische Abteilung einer psychiatrischen Einrichtung eingewiesen.
Statistischer Hintergrund
Brandstiftung ist ein ernstes Problem in Deutschland, wie die Daten des Bundeskriminalamts belegen. Zwischen 2013 und 2024 wurden zahlreiche Fälle polizeilich erfasst. Laut einer Veröffentlichung von Statista sind solche Delikte häufig mit hohen Schäden und oftmals auch mit Gefahren für Menschenleben verbunden. Die aktuelle Situation in Nürtingen verdeutlicht einmal mehr die Tragweite solcher Taten und die damit verbundenen Risiken.
Die schnellen Reaktionen der alarmierten Polizeikräfte und der Feuerwehr verhinderten Schlimmeres und zeigen die Bedeutung einer gut funktionierenden Notfallinfrastruktur in der Region. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung dauern an, während der Verdächtige rechtliche Konsequenzen für seine Taten tragen muss.
Für weitere Details zur Brandserie und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft schauen Sie auf die Berichterstattung von Stuttgarter Nachrichten.