Am Freitagmorgen, dem 27. Februar 2026, wurde die Feuerwehr in Murr bei Ludwigsburg zu einem Brand beim Döner-Hersteller Birtat alarmiert. Der Notruf ging kurz nach 5 Uhr bei der Leitzentrale ein. Die Einsatzkräfte hatten zunächst Schwierigkeiten, den Brandherd zu lokalisieren, da die betroffenen Gebäude stark verraucht waren. Die Ludwigsburger Polizei und die Feuerwehr waren mit mehreren Einsatzwagen vor Ort, darunter eine Drehleiter aus Marbach. Schließlich konnte der Brand in einem Kühlraum im Produktionsbereich entdeckt und gelöscht werden. Glücklicherweise gab es keine Berichte über Verletzte, und die betroffenen Räume werden weiterhin belüftet. Informationen zur Schadenshöhe liegen bislang noch nicht vor. Birtat ist ein führender deutscher Hersteller von Dönerspießen und Fleischwaren mit Sitz in Murr und Teil der Meat World SE. Täglich produziert das Unternehmen 35 bis 40 Tonnen Döner aus Kalb, Hähnchen oder Rind und beliefert Tausende Imbisse in Deutschland und Europa. Monatlich erreicht Birtat über 13 Millionen Endkunden. Weitere Details zu dem Vorfall sind in einem Artikel der Stuttgarter Nachrichten nachzulesen.

Herausforderungen für die Mitarbeiter

Die Situation bei Birtat ist nicht nur durch den Brand geprägt. Seit Monaten fordern die Mitarbeiter der Dönerfabrik höhere Löhne und einen Haustarifvertrag. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) berichtet, dass die Geschäftsführung bisher nicht auf diese Forderungen eingegangen ist. Birtat ist der größte Hersteller von Dönerspießen in Baden-Württemberg und gehört zu den führenden Anbietern in Deutschland. Die Fabrik produziert täglich zwischen 35 und 40 Tonnen Dönerspieße, die schockgefrostet und ausgeliefert werden. Die Preise für Döner sind seit 2006 von etwa 3 Euro auf voraussichtlich 8 Euro im Jahr 2025 gestiegen, was einen Anstieg von 266 Prozent darstellt.

Die Arbeitsbedingungen bei Birtat sind laut NGG durch hohe Frequenz, Zeitdruck und körperliche Belastung gekennzeichnet. Die Belegschaft fordert eine Lohnerhöhung von 375 Euro und ein transparentes Entgeltsystem mit einem Einstiegsgehalt von 3.000 Euro. Seit Juli gab es keine Fortschritte bei den Verhandlungen, und die Mitarbeiter haben bereits zehn Warnstreiks durchgeführt, die mit hoher Beteiligung stattfanden. Bei früheren Streiks wurde die Produktion für einen Tag weitgehend lahmgelegt, jedoch ohne die Lieferfähigkeit zu beeinträchtigen. Experten warnen, dass längere Streiks die Döner-Versorgung gefährden könnten. Die NGG kritisiert die Unternehmensführung für ihre Blockadehaltung, während Betriebsratschef Doganer von Druck und Drohungen berichtet, die Mitarbeiter könnten mit Betriebsschließungen konfrontiert werden. Für nähere Informationen zum Streik und den Forderungen der Mitarbeiter können Sie den Artikel auf stern.de lesen.

Tarifvertrag und Zukunftsausblick

Am 8. August 2025 wurde nach elf Warnstreiks und Sorgen über mögliche Lieferengpässe ein Tarifvertrag zwischen Birtat und der NGG vereinbart. Der Einstiegslohn für die etwa 120 Beschäftigten wurde auf 2.600 Euro brutto festgelegt, was als erster Tarifvertrag in der Dönerfleischindustrie gilt. Zudem wurde eine Anhebung der Entgelte in zwei Stufen um bis zu 17 Prozent bis Ende 2026 vereinbart. Beide Seiten haben sich verpflichtet, bis zum Ende der Laufzeit einen Tarifvertrag zur Eingruppierung sowie einen Manteltarifvertrag auszuhandeln. Diese Einigung kam nach intensiven Verhandlungen zustande, in denen rund 90 Prozent der befragten NGG-Mitglieder für den Tarifabschluss stimmten.

Birtat, als größter Hersteller von Dönerspießen in Baden-Württemberg, beliefert Tausende Imbisse und erreicht monatlich mehr als 13 Millionen Konsumenten. In der Produktion werden Fleischstücke vom Kalb, Hähnchen oder Rind auf Spieße gesteckt, die anschließend schockgefrostet und ausgeliefert werden. Die Mitarbeitenden müssen unter hohen Druck arbeiten, was als sehr anstrengend beschrieben wird. Die aktuellen Entwicklungen und die Einigung mit der NGG könnten für die Zukunft der Mitarbeiter und die gesamte Branche wegweisend sein. Für weitere Informationen zur Tarifverhandlung und den Arbeitsbedingungen bei Birtat besuchen Sie den Artikel auf tagesschau.de.