Das Lauinger Kinderhaus am Bahnhof hat seit Anfang September 2025 eine neue Gruppe, die Fischgruppe, die nun im ersten Obergeschoss des ehemaligen Notariats untergebracht ist. Diese Gruppe ist eine wichtige Neuausrichtung, da sie zuvor 30 Jahre im Kindergarten St. Georg in Birkach untergebracht war, der mittlerweile aufgelöst wurde. Mit dem Umzug sind neun Kinder aus dem ehemaligen Standort gewandert, sodass die Fischgruppe nun insgesamt 21 Kinder zählt. Alle Plätze in dieser neuen Gruppe sind bereits vergeben, und die Integration der Kinder in das neue Kindergartenjahr erfolgt schrittweise nach einer Eingewöhnungsphase.

Die Fischgruppe operiert als Vormittagsgruppe und bietet Betreuungszeiten von 7 bis 13 Uhr an. Kinder, die bis 14 Uhr bleiben, haben die Möglichkeit, mittags mit Betreuerin Saskia Spielberger in die Rabengruppe zu wechseln. Das Kinderhaus am Bahnhof verfügt nun über insgesamt fünf Kindergartengruppen und drei Krippengruppen, die zusammen 163 Kinder betreuen. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, können die Kinder die Gemeinschaftseinrichtungen wie Turnräume, einen Wohlfühl- und Snoezelenraum sowie den Garten nutzen, was die pädagogischen Angebote des Hauses bereichert.

Frühkindliche Bildung im Fokus

Die Bedeutung der frühkindlichen Bildung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, insbesondere in Zeiten, in denen immer mehr Kinder Deutsch als Zweitsprache lernen oder aus sozialen Problemlagen kommen. Laut der Integrationsbeauftragten beginnt frühkindliche Bildung im Elternhaus und kann durch qualifizierte Kita-Betreuung effektiv ergänzt werden. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, genügend freie Kita-Plätze und qualitativ hochwertige Betreuungsangebote bereitzustellen.

Die Bundesregierung hat seit 2008 den Ausbau von Kitaplätzen unterstützt. Bis 2020 wurden 1,1 Milliarden Euro in 100.000 neue Betreuungsplätze investiert, weitere 1 Milliarde Euro folgten zur Schaffung und Ausstattung von 90.000 zusätzlichen Betreuungsplätzen bis zum 30. Juni 2022. Diese Anstrengungen sind notwendig, um den Herausforderungen der frühkindlichen Bildung zu begegnen, die und vor allem die Integration von Familien und Kindern aus verschiedenen sozialen Hintergründen zu fördern.

Ein wesentlicher Bestand des Bundesprogramms „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ besteht darin, Informationen für Familien bereitzustellen und den Zugang zu frühkindlichen Bildungsangeboten zu erleichtern. Gleichzeitig wird auch die berufliche Integration von Fachkräften mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung unterstützt. Diese Initiativen tragen dazu bei, die Gesamtsituation der frühen Bildung zu verbessern und den Weg für eine Chancengleichheit zu ebnen.

Der Umzug der Fischgruppe ins Kinderhaus am Bahnhof stellt somit nicht nur eine räumliche Veränderung dar, sondern ist auch Teil eines größeren Bildes in der frühkindlichen Bildung, das dringend mehr Aufmerksamkeit bedarf. Wie die MyHeimat Plattform betont, wird dieser Schritt als Fortschritt in der Betreuungsstruktur gesehen, der sowohl den Kindern als auch ihren Familien zugutekommt.