Im Stadtteil Birkach in Stuttgart steht ein umfangreiches Infrastrukturprojekt bevor. Am 18. Juni beginnen die Bauarbeiten für ein neues Umspannwerk, welches mit einem Investitionsvolumen von 30 Millionen Euro veranschlagt ist. Dieses Projekt bringt nicht nur Änderungen im Bereich der Stromversorgung mit sich, sondern hat auch spürbare Auswirkungen auf die nahegelegene Jugendfarm.
Wie Krzbb berichtet, wird die Jugendfarm einen neuen Stall erhalten, dessen Kosten aufgrund der anstehenden Bauarbeiten am Umspannwerk steigen werden. Zudem musste die Weidefläche der Farm verlegt werden, was die Umgestaltung des gesamten Außenbereichs erforderlich macht.
Folgen für die Tiere und die Infrastruktur der Jugendfarm
Der Neubau des Umspannwerks führt zum unerwünschten Verlust von wichtigen Flächen auf der Jugendfarm. Insbesondere wird der Kaninchenstall, die Ziegenweide und der Reitzirkel betroffen sein. Insgesamt gehen rund 1.200 Quadratmeter Fläche verloren, was die Bedingungen für die tiergerechte Haltung massiv beeinträchtigen wird. Für eine artgerechte Tierhaltung ist es notwendig, den bestehenden Ziegen-Gänsestall abzureißen und neu zu erstellen, damit genügend Platz für die Tiere bleibt.
Um den neu gestalteten Außenbereich entsprechend anzupassen, sind erhebliche Investitionen erforderlich. Laut dem Vorschlag auf Bürgerhaushalt Stuttgart kann der Verein die notwendigen Mittel für die Neu- und Umbaumaßnahmen jedoch nicht aus eigenen finanziellen Ressourcen aufbringen. Vielmehr wird ein Aufruf an die Öffentlichkeit gestartet, um die erforderlichen Gelder zu mobilisieren und sicherzustellen, dass die Jugendfarm weiterhin eine wertvolle Anlaufstelle für Kinder bleibt.
Die Situation bietet sowohl Herausforderungen als auch eine Gelegenheit zur Neugestaltung des Außengeländes der Jugendfarm. Die Verantwortlichen hoffen, trotz der Schwierigkeiten durch das Umspannwerk neue Wege zu finden, um die farmpädagogischen Angebote aufrechtzuerhalten und zu verbessern.