Das Bildungszentrum Bau in Remshalden-Geradstetten, ein zukunftsweisendes Projekt der Internationalen Bauausstellung 2027 (IBA’27), ist auf dem besten Weg, sich als eine der modernsten Ausbildungsstätten der Bauwirtschaft in Deutschland zu etablieren. Mit dem Ziel, innovative Ansätze für das Zusammenleben, Wohnen und Arbeiten in der Region Stuttgart zu präsentieren, wird dieses Zentrum am Donnerstag, den 26. Februar 2026, um 16 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Interessierte haben die Gelegenheit, sich vor Ort einen Eindruck von den Entwicklungen zu verschaffen und mit Projektverantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Der Treffpunkt für die Besichtigung ist am IBA’27-Projektmarker, Oberer Wasen 12, Remshalden. Parkmöglichkeiten sind auf dem Park+Ride-Platz im Stegwiesenweg vorhanden. Ein Kostenbeitrag von 15 Euro für Nicht-Mitglieder des Vereins IBA’27 Friends ist vor Ort in bar zu entrichten. Weitere Informationen finden Sie in der Quelle der Stuttgarter Nachrichten.
Das Bildungszentrum ist seit Juli 2025 ein offizielles IBA’27-Projekt und gehört zu den größten überbetrieblichen Ausbildungsstätten der Bauwirtschaft in Baden-Württemberg. Die bestehende Anlage aus den 1970er Jahren wird grundlegend modernisiert und durch Neubauten ergänzt. Diese sollen moderne funktionale, energetische und bauliche Anforderungen erfüllen. Der Entwurf, der vom Wiener Büro Schenker Salvi Weber in Zusammenarbeit mit KRAFT.RAUM Landschaftsarchitektur aus Düsseldorf entwickelt wurde, setzt auf nachhaltige Bauweisen, darunter die Verwendung von recyceltem Beton, regionalen Baustoffen und hybriden Energiesystemen.
Moderne Ausbildung im Bauwesen
Das geplante Bildungszentrum wird moderne Werkhallen, Seminarräume, Labore, Sozialräume und ein Internat mit 200 Betten umfassen. Diese Einrichtungen sollen es den zukünftigen Fachkräften ermöglichen, praxisnah und unter modernen Bedingungen zu lernen. Ergänzende Bauabschnitte sind geplant, um Lernräume zu schaffen, die neue Bauweisen und didaktische Konzepte vermitteln. Während der Bauarbeiten wird der laufende Betrieb aufrechterhalten, um den Ausbildungsfluss nicht zu unterbrechen.
Die Investition in dieses zukunftsorientierte Projekt erfolgt durch den Verband Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V. und wird zudem gefördert vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Bundesinstitut für Berufsbildung. Dies unterstreicht die Bedeutung des Bildungszentrums für die Bauwende und die Notwendigkeit von qualifizierten Fachkräften in der Branche.
Der Kontext der Internationalen Bauausstellungen
Die IBA beschäftigen sich seit über einem Jahrhundert mit aktuellen Fragen des Planens und Bauens und haben sich im Laufe der Zeit immer weiterentwickelt. Während frühere Ausstellungen vor allem architektonische Aspekte in den Mittelpunkt stellten, integrieren heutige IBA auch soziale, wirtschaftliche und ökologische Fragestellungen. Die IBA ist kein zertifiziertes Label, sondern eine Selbstverpflichtung der Akteure, die durch Netzwerke wie „IBA meets IBA“ den Austausch zwischen laufenden, abgeschlossenen und zukünftigen Projekten fördert. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen unterstützt diese Initiativen und stellt eine IBA-Kompetenzstelle zur Verfügung, die als Anlaufstelle für IBA-Interessierte dient und sich um Kommunikation, Netzwerkarbeit und Forschung kümmert. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.