Die Baustelle an der Körschtalbrücke in Stuttgart-Möhringen führt seit dem 26. Januar 2026 zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der B27. Diese Maßnahmen sind notwendig geworden, da die Brücke über 60 Jahre alt ist und in den letzten Jahren schwerwiegende Schäden wie Wassereintritt an Fahrbahnübergängen und Betonschäden festgestellt wurden. Täglich nutzen etwa 50.000 Fahrzeuge diese wichtige Verkehrsader, sodass die Einschränkungen für die Autofahrer in beiden Fahrtrichtungen spürbar sind. Die Verkehrsregelung erfolgt durch entsprechende Verkehrszeichen und Leitkegel, um die Verkehrsteilnehmer zu leiten und die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten. Laut Stuttgarter Nachrichten wird mit einem Abschluss der Arbeiten am 6. Februar 2026 gerechnet.
Die umfangreiche Baustelle umfasst den Neubau der Körschtalbrücken, für den die Kosten auf schätzungsweise 23,2 Millionen Euro beziffert werden. Die Brücke hat eine Länge von 287 Metern und besteht aus zwei separaten Teilen, die gemeinsam die Verkehrsströme aufnehmen. Im Rahmen der geplanten Arbeiten sind auch geotechnische Untersuchungen vorgesehen, die vom 26. Januar bis voraussichtlich 20. Februar 2026 andauern werden. Während dieser Zeit müssen zudem einige Fahrspuren der B27 gesperrt werden, was zu weiteren Staus führen könnte.
Zusätzliche Baugrunduntersuchungen
Die Baugrunduntersuchungen sind notwendig, um die Tragfähigkeit des Untergrundes zu prüfen und um sicherzustellen, dass die geplanten Neubauten stabil sind. RPS Baden-Württemberg hebt hervor, dass bereits im November 2025 sowie im Januar 2026 erste Erkundungsbohrungen stattfanden. Ab dem 2. Februar 2026 sind ergänzende Bohrungen in der Kurt-Schumacher-Straße und der Schelmenwasenstraße geplant, die ebenfalls zu halbseitigen Sperrungen führen werden.
Die Erstellung und Planung des Neubaus wird durch eine Arbeitsgemeinschaft aus vier Ingenieurbüros koordiniert. Diese Fachkollektive sind verantwortlich für Entwurfsplanung, Straßenplanung, Baugrundgutachten sowie naturschutzfachliche Untersuchungen. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, sind enge Abstimmungen mit den betroffenen Stellen und Behörden erforderlich. Die Verkehrsbehörden bitten alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen, die durch diese wichtigen Arbeiten entstehen.
Für aktuelle Informationen zu Straßenbaustellen und weiteren Verkehrsregelungen stehen die Webseiten der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg zur Verfügung, Bauvira bietet zudem umfangreiche Informationen über den Fortschritt der Baumaßnahmen und spezifische Halteverbote.