Heute ist der 18.02.2026 und in Stuttgart-Riedenberg beginnt die spannende Zeit der Amphibienwanderung. Im Frühling machen sich viele Tierarten, darunter Erdkröten, Frösche und Bergmolche, auf den Weg zu ihren Laichplätzen. Besonders die Privatinitiative am Eichenhain sucht dringend nach Freiwilligen, die bereit sind, diesen kleinen Wanderern zu helfen. Die Unterstützung wird benötigt, damit die Amphibien sicher zu ihren Laichgewässern in den Teichen von Privatgärten gelangen können.
Die Helfer sind in den Monaten März und April gefragt, um ein bis zwei Mal pro Woche abends nach Einbruch der Dämmerung entlang der Eichenparkstraße Amphibien einzusammeln. Ein solcher „Krötenspaziergang“ dauert etwa ein bis zwei Stunden und jeder neue Amphibienhelfer erhält eine Einführung, um sich schnell zurechtzufinden. Interessierte können sich bis Freitag, den 27. Februar, bei der Ehrenamtsagentur in Stuttgart-Sillenbuch melden. Weitere Informationen sind telefonisch unter 0711/472171 oder per E-Mail an ehrenamtsagentur-sillenbuch@t-online.de erhältlich (Quelle).
Die Bedeutung der Amphibienwanderung
Die Wanderung der Amphibien ist nicht nur ein faszinierendes Naturschauspiel, sondern auch von großer Bedeutung für die Erhaltung der Artenvielfalt. Jedes Jahr kehren diese Tiere zu den Gewässern zurück, in denen sie geboren wurden, um dort ihren Nachwuchs zu zeugen. Dabei sind sie jedoch beim Überqueren von Straßen stark gefährdet. Vor allem „Traditionslaicher“ wie Erdkröten, Grasfrösche und Bergmolche sind von den Gefahren des Straßenverkehrs betroffen, was die Überlebenschancen der Tiere erheblich verringert.
Um die gefährdeten Arten zu schützen, werden in Gebieten mit hohem Wanderaufkommen spezielle Schutzmaßnahmen ergriffen. Diese umfassen unter anderem dauerhafte Leiteinrichtungen mit Amphibiendurchlässen und verkehrsbehördliche Maßnahmen, die sowohl den Artenschutz als auch die Verkehrssicherheit fördern. In Stuttgart sind besonders die Waldflächen um den Rot- und Schwarzwildpark, die Waldebene Ost sowie das Naturschutzgebiet „Unteres Feuerbachtal mit Hangwäldern und Umgebung“ betroffen. Erkennbar sind diese Wanderbereiche durch das Gefahrzeichen „Krötenwanderung“ (Quelle).
Freiwilligenarbeit für den Artenschutz
Die Initiative am Eichenhain zeigt, wie wichtig und wertvoll das Engagement von Freiwilligen für den Artenschutz ist. Durch ihre Mithilfe können die Amphibien sicher zu ihren Laichplätzen gelangen und somit zur Fortpflanzung und zum Erhalt ihrer Arten beitragen. Jeder, der Interesse hat, kann sich an dieser wichtigen Aufgabe beteiligen und Teil der Gemeinschaft werden, die sich für den Schutz unserer einheimischen Arten stark macht.
Die Amphibienwanderung ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Herausforderungen, denen sich viele Tierarten in urbanen Gebieten gegenübersehen. Indem wir uns aktiv für den Erhalt ihrer Lebensräume einsetzen und uns in Initiativen engagieren, leisten wir einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Biodiversität in unserer Region.