Die Abfallwirtschaft Rems-Murr (AWRM) steht vor einer bedeutenden Veränderung. Ab dem 2. Februar 2026 wird der Service vorübergehend von Waiblingen nach Schorndorf verlegt. Der Umzug ist notwendig, um notwendige Umbauten am aktuellen Standort an der Stuttgarter Straße 110 in Waiblingen durchzuführen. Dieses Bauprojekt zielt darauf ab, die Räumlichkeiten für die Sonderpädagogischen Bildungszentren im Rems-Murr-Kreis zu optimieren. Die Sanierungsphase wird bis Anfang 2027 andauern.
Die AWRM wird für ungefähr neun Monate in Schorndorf, Silcherstraße 39, untergebracht sein. Während des Umzugs sind die telefonische Erreichbarkeit sowie die Online-Services der AWRM, darunter auch die Anträge für Sperrmüll, vom 30. Januar bis 2. Februar 2026 eingeschränkt. Die Postadresse bleibt an der Stuttgarter Straße in Waiblingen, es wird jedoch darauf hingewiesen, dass auch Briefe an die neue Adresse in Schorndorf gesendet werden können. Die Öffnungszeiten der AWRM bleiben unverändert.
Erhöhung der Abfallgebühren
Zur gleichen Zeit hat der Verwaltungsrat der AWRM beschlossen, die Abfallgebühren anzupassen. Diese neuen Gebühren treten ab Januar 2026 in Kraft und sind vorbehaltlich der Zustimmung des Kreistags. Der Hauptgrund für die Erhöhung sind gestiegene Kosten, die unter anderem aus gesetzlichen Vorgaben resultieren. Im Jahr 2025 belegte der Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg den 11. Platz unter 44 Stadt- und Landkreisen hinsichtlich der günstigsten Abfallgebühren.
Die Gebühren für einen Vier-Personen-Haushalt steigen um 31 Euro auf insgesamt 196 Euro pro Jahr. Dies geschieht trotz der Tatsache, dass die AWRM weiterhin unter dem Landesdurchschnitt der Abfallgebühren liegt. Ein Drittel der Kostensteigerung ist auf Logistik- und Dienstleistungskosten sowie fallende Verwertungspreise zurückzuführen. Darüber hinaus steigen die Kosten für die Sperrmüllentsorgung von 22 Euro auf 25 Euro.
Zusätzliche Maßnahmen und Investitionen
Zur Verbesserung des Serviceangebots hat die AWRM in den letzten Jahren zahlreiche Maßnahmen ergriffen, die jetzt durch die Anpassung der Gebühren finanziert werden sollen. Hierzu zählen unter anderem erweiterte Öffnungszeiten, modernisierte Wertstoffhöfe und kostenlose Beratungsangebote. Auch die digitale Infrastruktur wird weiter ausgebaut. Im Rahmen des Abfallwirtschaftskonzepts sind in den Jahren 2026 und 2027 weitere Modernisierungen und Investitionen in Bildung sowie ein neues Chip-System für Abfallbehälter geplant.
Die AWRM hat sich zudem das Ziel gesetzt, die Gebühren möglichst stabil zu halten und appelliert an die Bürger, Abfälle konsequent zu trennen. Ab 2027 wird die Müllmarke entfallen, und die Abfallgebühren werden direkt über die Jahresgebühr abgerechnet.
Insgesamt unterliegen die Gebührenanpassungen und der Umzug der AWRM den gleichen externen Faktoren, die auch andere Abfallwirtschaftsbetriebe betreffen, wie allgemeine Preissteigerungen und erhöhte Personalkosten.
Für die Bürger im Rems-Murr-Kreis bleibt die Abfallwirtschaft trotz dieser Veränderungen ein wichtiger Service, der aktiv dazu beiträgt, die Umweltbelastungen zu reduzieren und die Recyclingquote zu erhöhen. Weitere Informationen können direkt auf den Webseiten der AWRM und anderen zuständigen Stellen abgerufen werden.