Am Augsburger Platz in Bad Cannstatt wird eine bedeutende Verkehrsumstellung vorgenommen. In einer wegweisenden Entscheidung steht der Abbau der nicht mehr genutzten Stadtbahnhaltestelle der U1 bevor. Laut Stuttgarter Nachrichten haben die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) bereits den Abbruch ausgeschrieben. Dieser Schritt ist entscheidend für die geplante Umgestaltung des Verkehrsknotenpunkts am Augsburger Platz, die unter anderem seit Jahrzehnten diskutiert wird.
Die Arbeiten für den Abbau könnten im März 2026 beginnen und sollen bis Ende Juli 2026 abgeschlossen sein. Eine der Voraussetzungen für die Umgestaltung ist, dass die neue Haltestelle, die seit Februar 2025 in Betrieb ist, um 130 Meter verlegt und doppelt so lang wie die alte Haltestelle ist. Diese Änderungen sind notwendig, da künftig 80 Meter lange Züge auf der Verbindung zwischen Fellbach und Stuttgart-Süd eingesetzt werden sollen, was für den modernen Nahverkehr von hoher Bedeutung ist.
Verkehrsfluss verbessert sich
Die alte Haltestelle wird nicht mehr benötigt. Daher werden sowohl die Bahnsteige als auch die Zugänge abgebaut, während die Unterführung am Platz erhalten bleibt. Ein zentrales Anliegen der Stadtplaner ist es, angrenzende Wohngebiete vom Autoverkehr zu entlasten und die Umgestaltung des Augsburger Platzes voranzutreiben. Neben dem Abbau der Haltestelle wird auch die fehlende Abbiegemöglichkeit von Cannstatt in Richtung Münster, Mühlhausen oder Hallschlag sowie von Fellbach nach Untertürkheim thematisiert.
Die Diskussion um die Umgestaltung des Augsburger Platzes hat in den letzten Monaten an Intensität gewonnen. Sieben Fraktionen im Stuttgarter Gemeinderat haben gefordert, dass der Augsburger Platz im Verkehrsstrukturplan priorisiert wird. Es gibt Überlegungen zu einer möglichen Variante für den Umbau: Ein Kreisverkehr könnte hier die Verkehrsführung verbessern.
Geplante Instandsetzungsarbeiten
Zusätzlich zu den unmittelbaren Änderungen am Augsburger Platz ist eine Instandsetzung der Brücke über die Gnesener Straße bis 2029 geplant. Dies zeigt, wie umfassend die Planungen für die Verkehrsinfrastruktur in diesem Bereich sind und dass die Stadt Stuttgart bestrebt ist, die Verkehrsanbindungen langfristig zu optimieren.
Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer modernen und nachhaltigen Verkehrsgestaltung in Stuttgart. Weitere Informationen zu den Haltestellen und aktuellen Entwicklungen finden Sie auch auf Stuttgarter Zeitung.