Die 36. Salacher Fasnet war ein grandioses Fest, das die Narren und Zuschauer am vergangenen Wochenende in seinen Bann zog. Über drei Jahrzehnte lang war Gerhard Munz die Stimme der Fasnet und übergab nun feierlich das Moderatorenmikrofon an seinen Sohn Rafael Munz. Timo Hommel, der Präsident des Fasnetsvereins, würdigte in seiner Ansprache nicht nur die langjährige Verdienste von Gerhard Munz, sondern erinnerte auch an einige seiner unvergesslichen Auftritte, darunter die umstrittene Darstellung „Jesus als Bodybuilder“. Diese humorvolle Rückschau sorgte für viele Lacher im Publikum.
Als Zeichen der Anerkennung erhielt Gerhard Munz den großen Narrenorden von der Kabarettistin und Karnevalistin Elsbeth Gscheidle. Diese sorgte während der Veranstaltung als Klofrau für besondere Lacher, als sie auf der Bühne „a Woiza“ stürzte. Auch der Büttel Stefan Seehofer sorgte für Heiterkeit, als er auf humorvolle Weise über interne Gemeindethemen sprach. Die Jugend des Fasnets wurde von Philipp, Nikolas und Alexander Casanova gefeiert, die in gereimten Büttenbeiträgen das Thema Generationengerechtigkeit aufgriffen.
Ein bunter Abend voller Unterhaltung
Hexe Petra Seitz trat auf und witzelte über die sozialen Medien, während die „MILFs“ – Männer in lustigen Kostümen – für Jubel sorgten. Ein besonders amüsanter Sketch über das vakante Restaurant „Glashaus“, das als China-Restaurant dargestellt wurde, sorgte für Aufregung im Saal. In diesem Sketch spielten Schultes Dennis Eberle und Timo Hommel zusammen mit Ministerin Nicole Razavi und Ex-Staatssekretär Peter Hofelich, unterstützt von Christian Stahl und Andreas Merath, die mit Insider-Details für zusätzlichen Schmunzeln sorgten.
Die Tanzgarden und die Showtanzgruppe brachten mit ihren akrobatischen Darbietungen das Publikum zum Staunen. Der Abend fand seinen festlichen Ausklang in einer Fasnets-Party, musikalisch begleitet von Dine & Robi, die bis spät in die Nacht für Stimmung sorgten.
Fasnet im kulturellen Kontext
Die Fasnet ist ein bedeutender Teil der deutschen Tradition und wird in vielen Regionen gefeiert. Sie bezeichnet die Bräuche vor der 40-tägigen Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnt. Während die Hochburgen im deutschen Sprachraum vor allem im Rheinland und bei der schwäbisch-alemannischen Fastnacht liegen, gibt es weltweit viele verschiedene Ausprägungen des Karnevals, wie in Venedig, New Orleans oder Rio de Janeiro.
Der Ursprung des Fastnachtsbrauchtums ist umstritten, und die älteste literarische Erwähnung der „Fasnaht“ stammt bereits aus dem Jahr 1206. Auch der Begriff „Fastnacht“ selbst hat eine lange Geschichte und bezieht sich auf den Vorabend der Fastenzeit. Während der Fasnet kommen viele kulinarische Bräuche zu Ehren, die oft fettreiche Speisen umfassen. Narrenrufe wie „Alaaf“ und „Helau“ sind fest in den Feierlichkeiten verankert und tragen zur besonderen Atmosphäre dieser Zeit bei.
Bei all diesen Feierlichkeiten, die in katholischen und orthodoxen Regionen zelebriert werden, bleibt die Fasnet ein lebendiger Ausdruck von Freude und Gemeinschaft, der auch in Salach durch die 36. Fasnet eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde. Mehr Informationen über die Veranstaltung können Sie in den Berichten von Stuttgarter Nachrichten und Kreiszeitung Böblinger Bote nachlesen.